operative Maßnahmen zur dauerhaften Korrektur einer Fehlsichtigkeit. Zum Einsatz kommen Laserverfahren und Schnitttechniken an der Hornhaut sowie Implantationen an Hornhaut und Linse. Welches Verfahren angewendet wird, hängt von Art und Stärke der Fehlsichtigkeit ab.
Bei der PRK (fotoablative refraktive Keratektomie) werden winzige Teile an der zentralen Hornhautoberfläche mittels Laser abgetragen.
Beim LASIK-Verfahren (Laser in situ Keratomileusis) schneidet der Chirurg die obere Hälfte der Hornhaut wie einen Deckel auf und klappt sie zur Seite. Mit gezielten Schüssen eines Lasers wird das Innere der Hornhaut zurechtgeschliffen. Anschließend wird der Deckel wieder in die alte Position gebracht, damit die Hornhaut verheilen kann. Das modernere LASEK-Verfahren (Laser Epitheliale Keratomileusis) gestaltet sich etwas schonender. Denn hier wird nur die äußere, hauchdünne Hornhautschicht mit Alkohol abgelöst und zur Seite gerollt, bevor der Laser zum Einsatz kommt. Bei stärkerer Fehlsichtigkeit können künstliche Linsen implantiert werden, oft auch in Kombination mit Lasertherapie der Hornhaut. Alle Verfahren bieten jedoch keine hundertprozentige Erfolgsgarantie, dass der Betroffene anschließend ohne Sehhilfe auskommt. Zudem besteht ein geringes Risiko, dass die Hornhaut vernarbt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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