Untersuchung der unteren Luftwege.
Durchführung: Dabei wird ein mit einer Beleuchtungsanlage versehenes Rohr (Bronchoskop) durch Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf in das Luftröhreninnere eingeführt, wo eine Luftröhrenspiegelung (Tracheoskopie) durchgeführt werden kann. Ein weiteres Einführen des Gerätes ermöglicht eine Untersuchung der Bronchien, die eigentliche Bronchoskopie. Die Bronchienspiegelung wird heute, da es flexible Bronchoskope gibt, nur noch gelegentlich in Narkose durchgeführt. Meist reicht eine Lokalanästhesie des Rachens mit einem Spray aus. Eine diagnostische Bronchienspiegelung dient der Materialgewinnung durch Biopsie oder Sekretabsaugung bei unklaren Lungenerkrankungen oder Lymphknotenvergrößerungen sowie zur Beurteilung der Bronchialschleimhaut bei Bronchialasthma oder chronischer Bronchitis. Die therapeutische Bronchienspiegelung kann manchmal eine Operation ersetzen, z. B. bei der Entfernung von Fremdkörpern oder durch Lasertherapie zur Geschwulstverkleinerung beim Bronchialkarzinom. Über das Bronchoskop kann auch eine Bronchiallavage durchgeführt werden.
Komplikationen: Selten können Blutungen, Infektionen, eine Abflachung der Atmung evtl. bis hin zum Atemstillstand, eine Verkrampfung des Kehlkopfes, Asthmaanfälle, Perforationen, z. B. mit der Folge eines Pneumothorax, sowie Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand ausgelöst werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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