naturheilkundliches Behandlungsverfahren zur Beeinflussung seelischer Zustände. Die Bach-Blütentherapie geht von der Vorstellung aus, dass negative Gefühle und Verhaltensweisen wie Hass, Angst, Stolz, Intoleranz oder Beeinflussbarkeit die Grundlage von Erkrankungen sind und durch entsprechende Blütenessenzen wieder korrigiert werden können. Insgesamt werden 38 verschiedene Blüten eingesetzt. Bei der Herstellung der Blütenessenzen erfolgt zunächst ein Auszug in Quellwasser; dieser Vorgang dauert so lange, bis die Blüten verwelkt sind. Anschließend wird dieser Extrakt mit Brandy oder Cognac verdünnt. Die Energie der Blütenpflanzen soll dabei auf das Quellwasser übertragen und durch den Alkohol konserviert werden.
Als Anwendungsgebiete gelten u. a. funktionelle Beschwerden wie Schlafstörungen, Erkrankungen, die durch psychische Faktoren verschlimmert werden können, z. B. Neurodermitis, und Beschwerden nach Schicksalsschlägen oder belastenden Situationen. Die Bach-Blütentherapie ist wissenschaftlich nicht belegt. Nebenwirkungen wurden bisher nicht beobachtet, jedoch besteht die Gefahr der Verzögerung notwendiger diagnostischer oder therapeutischer Maßnahmen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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