Persönlichkeitsstörungen, die mit Abkapselung von der Umwelt und Versenken in die eigene Vorstellungs- und Gedankenwelt verbunden sind. Autismus kommt als Grundsymptom z. B. bei Schizophrenie vor. Formen des Autismus sind der frühkindliche Autismus (Kanner-Syndrom), der schon im Säuglingsalter erkennbar ist, und der kindliche Autismus (Asperger-Syndrom).
Ursache: Die Ursache dieser Krankheit ist noch nicht ausreichend erforscht. Vermutet wird ein genetischer Defekt, der sich als Autoimmunkrankheit oder als degenerative Erkrankung von Nervenzellen des Gehirns darstellt.
Befund: Menschen, die an schwerem Autismus leiden, nehmen keinen Anteil mehr an ihrer Umgebung, sprechen kaum noch (Mutismus) oder bewegen sich nicht mehr (Stupor). Kennzeichen eines frühkindlichen Autismus sind schwere Kontaktstörungen, die vor dem dritten Lebensjahr bevorzugt bei Jungen auftreten. Er ist charakterisiert durch Isolation von der Umwelt, fehlende Reaktion auf Zuwendung von außen, Unfähigkeit, Sprache sinnvoll einzusetzen, zwanghafte Spielgewohnheiten und Angst vor Veränderungen. Typischerweise nehmen die Kinder keinen Blickkontakt auf, sie scheinen durch ihr Gegenüber »hindurchzusehen«. Der kindliche Autismus tritt im Kinder- oder Jugendalter, ebenfalls meist bei Jungen auf.
Behandlung: Heilpädagogische Maßnahmen und evtl. eine Verhaltenstherapie können eine Besserung der Symptome bewirken. Autistische Kinder brauchen eine einfühlsame Erziehung, bei der das Lernen in kleinen Schritten im Vordergrund steht.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 06.10.2011
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