Behandlungsverfahren zur Aufweitung von kleineren Gefäßverengungen, die durch eine Arterienverkalkung entstanden sind. Die Angioplastie wird selten operativ mit direktem Gefäßzugang durchgeführt, sondern meist nicht operativ als perkutane transluminale Angioplastie (PTA) in Form einer Ballondilatation. Hierzu wird nach einem kleinen Einstich durch die Haut (perkutan) unter Röntgenkontrolle ein Ballonkatheter mithilfe eines Führungsdrahtes im Innern eines Blutgefäßes (transluminal) bis zu der Verengung vorgeschoben. Im Bereich der Engstelle wird der Ballon aufgeblasen, sodass die Verengung aufgedehnt und die Gefäßinnenwand geglättet wird. Als Komplikationen können Nachblutungen, Verletzung des Blutgefäßes oder Blutgerinnsel (Thrombose) auftreten. Die Angioplastie wird sowohl bei Verengungen im Bereich der Becken- und Beinarterien, als auch im Bereich der Nieren- und Darmarterien durchgeführt.
Die Erweiterung der Herzkranzarterien bei koronarer Herzkrankheit durch einen Ballonkatheter bezeichnet man als perkutane transluminale Koronarangioplastie (PTCA). Der Zugang erfolgt hierbei ebenfalls über eine Beinarterie (Herzkatheteruntersuchung). Die PTCA wird bei kurzen Engstellen in einer oder in zwei Herzkranzgefäßen durchgeführt. Meist wird anschließend ein Koronarstent eingebracht.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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