Hollywoodstars machen es vor und immer mehr Frauen und Männer hierzulande tun es ihnen gleich: Sie entledigen sich mit Hilfe von Wachs störender Härchen an Bein, Bikinizone oder Brust. Sogenannte Waxing-Studios, die die Haarentfernung mit Wachs anbieten, schießen in vielen deutschen Städten wie Pilze aus dem Boden.
Beim Waxing trägt die Kosmetikerin warmes oder kaltes Wachs auf die zu enthaarende Stelle auf und zieht dieses dann ruckartig ab – zusammen mit den Haaren. Der Vorteil der Methode: Sind die Härchen einmal draußen, hat man die nächsten drei bis vier Wochen seine Ruhe, lästiges Rasieren alle zwei Tage entfällt. Der Nachteil: Es tut ziemlich weh! Übrigens gibt es auch Sets mit Kalt- oder Warmwachsstreifen, die man zu Hause selbst anwenden kann.
Doch egal, ob Sie den ungeliebten Haaren selbst den Garaus machen oder es lieber einem Experten überlassen: Waxing-Anfänger sollten vor ihrem ersten Versuch darauf achten, dass die Haare nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang sind. "Besonders lange Haare, etwa unter den Achselhöhlen oder im Intimbereich, kürzen Sie am besten vor dem Wachsen auf fünf bis sechs Millimeter Länge", empfiehlt Monika Ferdinand, Vorsitzende des Bundesverband Deutscher Kosmetiker/innen (BDK).
Die Haut an den zu wachsenden Stellen muss außerdem absolut trocken und frei von Creme und Öl sein. Tragen Sie das Wachs nun in Wuchsrichtung der Haare auf und ziehen Sie es anschließend ruckartig und ohne Unterbrechung gegen die Wuchsrichtung ab.
Ob Sie für die Enthaarung Kalt- oder Warmwachs bevorzugen, ist Geschmackssache. "Wir empfehlen allerdings Warmwachs", sagt Ferdinand. "Durch die Wärme öffnen sich die Poren, die Haare brechen nicht so leicht und können etwas leichter – und damit auch weniger schmerzhaft – entfernt werden".
Vorsicht: Das Wachsen kann vor allem die empfindliche Haut im Intimbereich reizen. Entzündungen, Pickel und eitrige Pustel können entstehen. Heilen die Stellen nicht rasch von alleine ab, suchen Sie Ihren Hautarzt auf.
Waxing ist auch nicht für jeden geeignet. "Wer Hautirritationen oder krankhafte Hautprobleme hat, sollte darauf verzichten", sagt die Expertin. Das gilt zum Beispiel für Menschen, die unter Schuppenflechte, aktinische Keratose, Neurodermitis, Gürtelrose oder Rosacea leiden. Auch sollten Sie bei Pickeln, Krampfadern, Besenreisern oder Sonnenbrand die Haut nicht wachsen.
Vanessa von Blumenstein-Langer / www.apotheken-umschau.de;
01.03.2011, aktualisiert am 02.03.2011
Bildnachweis: Fotolia/Valua Vitaly/2011
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