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Entspannung in der Badewanne

An einem kalten Winterabend gibt es doch nichts Schöneres als ein Vollbad


Wärme und Duft machen die Badewanne zu einer kleinen privaten Erholungsoase

Draußen rieseln die ersten Schneeflocken vom Himmel, die Temperaturen befinden sich im Minusbereich, und schon am späten Nachmittag wird es dunkel – ideale Zeiten für ein Vollbad. Mit unseren Tipps erholen sich Haut und Seele gleichermaßen.


Vorbereiten

Stellen Sie als Erstes die Heizung an, um Handtuch oder Bademantel vorzuwärmen. Das Wasser für Ihr Vollbad sollte nicht zu heiß sein, 35 bis 38 Grad sind optimal. „Temperaturen von über 40 Grad belasten den Kreislauf“, sagt die Münchner Dermatologin Dr. Juliane Habig. Ihr Tipp: „Kreislaufschonend ist es, in kühleres Wasser zu steigen und nach und nach heißes einlaufen zu lassen.“ Patienten mit Herzschwäche und anderen Herz-Kreislauf-Problemen sollten vorab mit ihrem Arzt besprechen, ob sie ins warme Vollbad dürfen.

Eintauchen

Wichtig ist der richtige Badezusatz. Viele enthalten Tenside und Emulgatoren, die Schmutz und Schweiß von der Haut waschen. „Gleichzeitig entziehen sie der Haut auch eigene Fette. Die Barriere- und Schutzfunktion wird geschwächt“, erklärt Juliane Habig. In purem Wasser sollte man aber nicht baden, es verschiebt den pH-Wert der Haut und greift ihren Säureschutzmantel an. Rückfettende Badezusätze wirken dem entgegen.

Bis zu 20 Minuten in der Wanne sind ideal für Haut, Körper und Kreislauf. Um die Haut nicht unnötig zu belasten, sollte man nicht mehr als zwei Vollbäder pro Woche nehmen, dann lieber duschen. „Menschen mit sehr trockener Haut oder Neurodermitis merken meist selbst, ob ihnen Baden guttut oder sich Ekzeme verschlechtern“, sagt Habig. Bei Hautkrankheiten wie der Schuppenflechte dagegen lindern Salzbäder die Beschwerden.

Verwöhnen

Tupfen Sie die Haut nach dem Baden vorsichtig mit dem Handtuch ab – nicht rubbeln –, und cremen Sie sich gut ein. Cremes und Lotionen mit Harnstoff, Panthenol oder pflanzlichen Ölen stärken die vom Wasser angegriffene Hautbarriere. Besonders verträglich ist ein Körperöl, das in die feuchte Haut massiert wird.

„So entsteht eine Wasser-Öl-Emulsion, die leicht einziehen kann“, erklärt Habig. Nun rein in den warmen Bademantel und auf dem Sofa ausruhen. Oder gleich ins Bett: Einem tiefen, erholsamen Schlaf steht jetzt nichts mehr im Weg.

Das Extra an Entspannung:

  • Für Muskeln und Gelenke Arnika, Rosmarin, Wacholder oder Beinwell lockern und entspannen. Zart zur Haut: Öl aus Mandeln, Oliven oder Macadamianüssen, Milch und Honig verwöhnen und pflegen.
  • Balsam für die Seele Lavendel, Melisse, Baldrian und Mohn vertreiben Stress und Hektik.
  • Wärme an kalten Tagen Ingwer und Kardamom, Nelke und Orange sind perfekt für Winterabende.
  • Sanft zu Schnupfennasen Extrakte aus Eukalyptus, Thymian und Kampfer lindern Erkältungsbeschwerden.

 



Badesalz gibt es in vielen verschiedenen Duftvarianten

Salz

Stammt meist aus dem Toten Meer, besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid und weiteren Mineralstoffen. Es macht das Wasser weich, desinfiziert die Haut und löst abgestorbene Hornschüppchen. Auch gepresst in Form von Sprudeltabletten erhältlich.



Badeöle pflegen die Haut

Öle

Sie sind besonders gut zur Haut, weil sie nicht schäumen und rückfettende Eigenschaften besitzen. Öle mit Emulgatoren verteilen sich besser im Wasser, andernfalls legen sie sich wie ein Film auf die Haut. Diese muss nach dem Baden nur leicht abgetupft werden.



Badeschaum bringt Spaß, ist aber nicht so gut für die Haut

Schaum

Enthält waschaktive Substanzen (Tenside), welche die Haut stark austrocknen, deshalb lieber auf Badeschaum verzichten. Besser verträglich: Tenside auf Zuckerbasis, zum Beispiel in Produkten aus der Naturkosmetik.



Nadja Katzenberger / Apotheken Umschau; 06.01.2012, aktualisiert am 01.03.2012
Bildnachweis: Flora Press/Linda Prix, Jump/Annette Falck, Thinkstock/iStockphoto, Thinkstock/Comstock Images

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