Was ist eine Laryngitis?
Als Kehlkopfentzündung (Laryngitis) bezeichnet man eine akute oder länger anhaltende (chronische) Entzündung der Kehlkopfschleimhaut. Typische Symptome sind Heiserkeit und Husten. Schwillt die Kehlkopfschleimhaut stark an, kann es in seltenen Fällen auch zu Atemnot kommen. Die akute Kehlkopfentzündung entwickelt sich häufig im Verlauf einer entzündlichen Erkrankung der Nase oder des Rachens. Die chronische Laryngitis kommt besonders oft bei Personen mit starker Stimmbelastung oder bei Rauchern vor.
Die Kehlkopfregion: Über das Zungenbein (gelblich) sieht man den Kehldeckel hervorragen (rot). Darunter liegen der Schild- und der kleinere Ringknorpel (beide graublau)
Ob Singen, Sprechen oder Schreien, der Kehlkopf ist ganz wesentlich an der Lautbildung beteiligt. Er befindet sich oberhalb der Luftröhre und wird in drei Abschnitte unterteilt: Im oberen Abschnitt liegt der Kehldeckel (Epiglottis), ein Knorpel, der den Kehlkopfeingang während des Schluckakts verschließt und damit das Eindringen von Nahrung in die Luftröhre verhindert. In der Mitte des Kehlkopfes befinden sich die Stimmlippen, der untere Abschnitt des Kehlkopfs geht in die Luftröhre über. Das Gerüst des Kehlkopfes bilden der Schildknorpel und der darunter befindliche Ringknorpel. Bei Männern zeichnet sich der Schildknoprpel oft als sogenannter "Adamsapfel" außen am Hals ab.
Eine akute Laryngitis ist meist Folge einer Virusinfektion und lässt sich in der Regel mit einfachen Mitteln wie Stimmschonung, Dampfinhalationen sowie schleimlösenden und entzündungshemmenden Medikamenten behandeln. Bei der selten auftretenden bakteriellen Begleiterkrankung verordnet der Arzt zusätzlich ein Antibiotikum.
Eine akute Kehlkopfentzündung heilt normalerweise innerhalb von wenigen Tagen folgenlos aus. Da der Kehlkopf den Eingang zur Luftröhre bildet und eine Schwellung die Luftzufuhr beeinträchtigen kann, entwickeln sich jedoch in seltenen Fällen auch lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Atemnot. In diesen Fällen erfolgt die Therapie im Krankenhaus. Zur Abschwellung der Schleimhaut muss dann meist das entzündungshemmende Mittel Kortison gegeben werden.
www.apotheken-umschau.de;
13.09.2005, aktualisiert am 29.07.2011
Bildnachweis: W&B/Kühn, W&B, W&B/Marcel Weber
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
BABY und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung