Angewinkelte Hand im Schlaf: Das behindert die Durchblutung und begünstigt das Auftreten von Symptomen eines Karpaltunnelsyndroms
Zu Beginn eines Karpaltunnelsyndroms macht sich die Erkrankung durch Beschwerden wie schmerzende oder kribbelnde Finger bemerkbar, die aber nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Teilweise strahlen diese Beschwerden bis in den Arm aus. Für die Betroffenen fühlt es sich an, als seien ihnen Daumen bis Mittelfinger „eingeschlafen“. Es können auch Schmerzen in Daumen bis Mittelfinger, eventuell sogar ausstrahlend bis in den Arm auftreten. Mediziner bezeichnen dies als "Brachialgia nocturna parästhetica". Durch Reiben oder Schütteln der Hand verschwinden die Symptome meist rasch wieder. Da viele Menschen während des Schlafs die Handgelenke angewinkelt haben, wodurch die Durchblutung eingeschränkt wird, treten die Beschwerden vermehrt nachts auf. Nach Tätigkeiten wie Fahrradfahren oder Telefonieren kommt es aus demselben Grund ebenfalls gehäuft zu den Problemen.
Ist ein Karpaltunnelsyndrom bereits weiter fortgeschritten, treten die Missempfindungen an den Händen nicht mehr nur zeitweise, sondern permanent auf. Zudem haben Betroffene das Gefühl, bei Greifbewegungen einen elektrischen Schlag zu bekommen, was sehr schmerzhaft sein kann.
Ist der Nervus medianus bereits sehr stark von den Folgen eines Karpaltunnelsyndroms angegriffen, kann er seine Funktion kaum noch oder gar nicht mehr erfüllen. Daumen bis Teile des Mittelfingers sind in einem solchen Falle gefühllos, die Hände sind nicht mehr in der Lage, feinmotorische Tätigkeiten auszuüben. Im Spätstadium bildet sich der seitliche Daumenballen der betroffenen Hand zurück (Muskelatrophie, Daumenballen-Atrophie). Daraus resultiert eine Abspreiz- beziehungsweise Beugungsschwäche des Daumens und damit ein Kraftverlust bei Greifbewegungen.
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13.09.2005, aktualisiert am 06.04.2011
Bildnachweis: PhotoDisc/RYF, Digital Vision/ RYF
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