Phalen-Test: Lassen sich dabei die für das Karpaltunnelsyndrom typischen Beschwerden auslösen, ist das ein weiterer Hinweis auf die Diagnose
Die Krankengeschichte der Betroffenen lenkt den Verdacht meist rasch auf ein Karpaltunnelsyndrom. Um diese Vermutung zu erhärten und um die Diagnose zu stellen, führt der Arzt weitere Untersuchungen durch. Zunächst wird er sich beide Hände genau ansehen. Mit verschiedenen Tests wird er überprüfen, ob die Beweglichkeit von Hand und Fingern intakt ist und ob Empfindungsstörungen vorliegen. Außerdem wird er versuchen, ob sich die Beschwerden durch bestimmte Bewegungen und Maßnahmen provozieren lassen. So klopft er vielleicht auf den Karpalkanal, um zu ermitteln, ob der Medianus-Nerv des Betroffenen darauf empfindlich reagiert oder lässt das Handgelenk über eine gewisse Zeit stark beugen, um zu sehen, ob sich danach ein Taubheitsgefühl oder Mißempfindungen im Daumenbereich einstellen.
Um die Diagnose zu sichern und ein Bild vom Ausmaß der Nervenschädigung zu erhalten, sind dann sogenannte elektrophysiologische Untersuchungen nötig. Vor allem wird die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen, also die Zeit, die der Medianus-Nerv benötigt, um einen Reiz weiterzuleiten. Anhand dieser Untersuchung lässt sich feststellen, wie stark der Nerv bereits geschädigt ist.
Eventuell sind auch noch weitere Untersuchungen nötig. Eine Arthrose des Handgelenks lässt sich mit einer Röntgenuntersuchung feststellen, eine Ultraschalluntersuchung eignet sich unter anderem zur Darstellung der Sehnenscheiden und eine Magnetresonanztomografie (MRT) kann eventuell sinnvoll sein, wenn zum Beispiel der Verdacht auf einen Tumor besteht. Eine Elektormyografie (EMG), also eine Messung der elektrischen Aktivität in den vom Medianus-Nerv versorgten Muskeln am Daumenballen kommt unter Umständen ebenfalls in Frage.
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13.09.2005, aktualisiert am 06.04.2011
Bildnachweis: W&B/B.Purucker
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