Karies

Karies ist eine ansteckende Zahnkrankheit, die oft schon bei Kindern vorkommt. Kariöse Zähne muss der Zahnarzt häufig behandeln und mit einer Füllung verschließen

25.05.2012

Karies führt zu einem "Loch" im Zahn

Illustration: W&B/Szczesny/bearb. Jörg Neisel

Was ist Karies?

Karies ist eine ansteckende Zahnkrankheit, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Sie wird auch Zahnkaries oder Zahnfäule genannt. Sie entsteht, wenn Stoffwechselprodukte von bestimmten Bakterien den Zahnschmelz angreifen und dadurch den Zahn beschädigen. Dies kann passieren, wenn sich zu viel
 Zahnbelag bildet. Er besteht unter anderem aus Nahrungsresten und Speichelbestandteilen. Bakterien, die im Mund vorkommen, siedeln sich auf dem Zahnbelag an und bilden einen fest haftenden Biofilm, die sogenannte Plaque.

Die Bakterien nehmen Zucker (Kohlenhydrate) aus der Nahrung auf und wandeln ihn in Säure um. Diese greift den Zahnschmelz an und löst Mineralien wie Kalzium aus diesem heraus. Es entsteht eine Karies, die anschließend auch auf das Zahnbein (Dentin) übergreifen kann und den Zahn zunehmend zerstört.


Unser Experte: Dr. Joachim Hüttmann, Zahnarzt aus Bad Segeberg

ZAEK-SH

Symptome: Woran erkennt man eine Karies?

Die ersten Anzeichen einer Karies sind weißliche bis bräunliche Flecken auf den Zähnen. Zahnschmerzen treten häufig erst später auf, wenn der Zahnschmelz schon durchbrochen ist.
 Bis zu einem gewissen Stadium lässt sich dieser Prozess stoppen. Wenn die Karies zu weit fortgeschritten ist, muss der Zahnarzt an der betroffenen Stelle die kariöse Substanz entfernen und das entstandene Loch mit einer Füllung verschließen.

Vorbeugen können Menschen, indem sie regelmäßig und gründlich die Zähne putzen. Für die Zahnzwischenräume empfehlen sich Zahnhölzchen und Zwischenraumbürsten, für die Kontaktbereiche der Zähne Zahnseide. Wer auf zu viel Zucker und süße Limonaden verzichtet, schützt seine Zähne ebenfalls. Fluorid aus Zahncremes, Spüllösungen oder Gelen stärkt den Zahnschmelz.

Karies bei Kindern

Karies tritt häufig schon bei Kindern auf und befällt die Milchzähne. Bereits bei der Geburt besiedeln Bakterien die Mundhöhle. Pflegen die Eltern ihre Zähne schlecht, werden ihre Kariesbakterien auf das Kind übertragen, zum Beispiel durch Abschlecken des Schnullers oder Breilöffels. Zucker- und/oder fruchtsäurehaltige Getränke, besonders aus Flaschen mit Nuckelaufsatz, begünstigen die Kariesentstehung.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Bildnachweis: ZAEK-SH, Illustration: W&B/Szczesny/bearb. Jörg Neisel
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