Es gibt keinen Laufstil, der für alle optimal ist. Über die richtige Technik muss jeder selber entscheiden.
Selbst passionierte Jogger müssen häufig bei der Frage passen, welcher denn nun der richtige Laufstil sei. So viel ist klar: Wer mit den Füßen richtig auftritt und abrollt, reduziert den eigenen Kraftaufwand und senkt so das Risiko von Überlastungsbeschwerden und Verletzungen.
Drei verschiedene Laufstile
Es gibt drei verschiedene Techniken: Beim Fersen- oder Rückfußlauf setzt der Fuß mit der Ferse auf und rollt dann nach vorne mit dem Vorfuß ab. Beim Mittelfußlauf landet man auf dem ganzen Fuß und rollt sich leicht mit dem Vorfuß ab. Die Landung beim Vorfußlauf erfolgt lediglich auf dem Ballen, wobei das Mittelfußgewölbe einen Teil der Aufprallkräfte abfängt.
Jeder läuft anders
„Einen Laufstil, der für alle geeignet ist, gibt es nicht“, weiß Laufexperte und Buchautor Herbert Steffny. Das hat einfache Gründe: „Wie Sie den Fuß auf dem Boden aufsetzen, richtet sich vor allem nach Ihrem Können, aber darüber hinaus auch nach dem Geländeprofil, dem Lauftempo und eventuellen Fußfehlstellungen.“
Der Ballenlauf
Der Ballenlauf ermöglicht eine höhere Geschwindigkeit und ist in unwegsamem Gelände die beste Wahl. „Allerdings werden bei Landung und Abdruck der Vorfußbereich, die Achillessehnen und die Wadenmuskulatur stark belastet“, warnt Steffny.
Über den ganzen Fuß abrollen
Wer Einsteiger oder übergewichtig ist, sollte möglichst über den ganzen Fuß abrollen. Diese Technik schont die Muskeln, Sehnen und Gelenke. Menschen mit Fußfehlstellungen sollten sich zuvor von einem Arzt beraten lassen. Sie benötigen eventuell spezielles Schuhwerk.
Apotheken Umschau;
05.08.2005, aktualisiert am 27.06.2010
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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