Anmelden | Registrieren
Drucken

Laufserie Teil 8:
Zu weicher Boden schmerzt beim Joggen

Unangehmer als harter Asphalt ist abschüssiges Gelände zum laufen. Am schlimmsten: der Strand

Jogger

Anstrengend: Vor alllem für Anfänger empfiehlt es sich weichen Strandboden zu vermeiden

Hart oder weich – das ist heute die Frage! Es geht um den Boden, auf dem wir Jogger laufen. Ist Waldboden gesünder als Asphalt? Oder spielt das keine Rolle? Martin Engelhardt weiß die Antwort: ein eindeutiges „Jein“. „Es gibt keine wissenschaftliche Studien die belegen, das Laufen auf Asphalt ungesund ist“, so Engelhardt. Aber – da kommt gleich die Einschränkung – ein Anfänger sollte nicht unbedingt mit dem härtesten Untergrund starten. Vor allem nicht, wenn Vorschäden in den Gelenken – und sei es nur altersbedingt – vorliegen.

Wobei harter Asphalt garnicht der schlimmste aller Böden ist. Mitunter viel unangenehmer ist steiniger, unebener Boden. Das Ganze vielleicht noch auf einem abschüssigen Gelände, dann kann es richtig schmerzhaft enden. Aber auch hierbei scheint alles eine Frage der Gewöhnung zu sein. Der Tipp von Martin Engelhardt klingt mal wieder so simpel wie einleuchtend: „Auf den eigenen Körper hören, ob die Belastung in Ordnung ist oder nicht“.


Video: Laufen auf Asphalt ist nicht ungesund, so Martin Engelhardt

 

Und raten Sie mal, wer in der Vergangenheit mehrfach nicht darauf geachtet hat. Genau, natürlich ich. Noch schlimmer als sehr harter Boden ist nämlich zu weicher Boden. Dummerweise gibt es den an genau den Orten, an denen Joggen – zumindest mir – besonders viel Spaß macht: am Strand. Weicher Sand, herrlich darauf einen schönen Spaziergang bei Sonnenuntergang zu machen – nicht selten grausam, darauf zu laufen, sei es bei Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, oder wann auch immer.

Aber ich kann einfach nicht widerstehen! Was gibt es schöneres als ein Endspurt in die schäumende Brandung? Solange die gequälten Gelenke noch nicht schmerzen, ist das ein grandioses Erlebnis. Aber der ein oder andere Strandurlaub von mir in den vergangenen Jahren wäre entspannter gewesen, wenn ich auf das Joggen verzichet hätte.

Keinen Teil der Laufserie verpassen – den Newsletter abonnieren!
Jede Woche erscheint ein neuer Artikel in der neuen Laufserie auf GesundheitPro. Verpassen Sie nichts, indem Sie hier den Newsletter abonnieren. Sie bleiben nicht nur in Sachen Joggen auf dem Laufenden, sondern erfahren auch sonst alles Aktuelle und Wissenswerte aus der Medizin, Forschung und Leben.

 


Zuhause in München siegt jedoch die Vernunft. Meine Standardroute verläuft fast ausschließlich auf nicht asphaltiertem Boden. Das liegt einfach daran, dass die Strecke durch den Englischen Garten und an der Isar entlang geht. Viel Wald und Wiese – eine sehr schöne Route. Zwar nicht dasselbe wie Sonnenuntergang am Strand, aber man kann halt nicht alles haben.

Ob der Untergrund beim Halbmarathon im September Asphalt oder Erde ist, weiß ich nicht. Aber das wird ja ein einmaliges Ereignis sein. Außerdem sollte mein Training bis dahin die Gelenke zumindest soweit abhärten, dass der Lauf erträglich wird. An die Belastung langsam gewöhnen – es ist fast schon zum Motto dieser Laufserie geworden.

 

Lesen Sie in Teil 9: Warum die Ausrüstung – bis auf die Schuhe – keine Rolle spielt



B.Röper / GesundheitPro; 18.06.2009, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages

Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung