Welche Arzneien kommen bei Frauen in Frage?
Medikamente gegen Blasenschwäche werden mehrheitlich "einschleichend" und individuell dosiert
Eine Stressinkontinenz lässt sich sehr wirksam mit Duloxetin, einem Wirkstoff, der die Spannung des Harnröhrenschließmuskels erhöht, behandeln. Die Therapie sollte mit niedrigen Dosen von nur ein bis zweimal 20 mg pro Tag begonnen werden. Nebenwirkungen dieses Medikamentes können sein: Mundtrockenheit, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Schwindel, Kopfschmerz, Nervosität, Störung der Sexualfunktion sowie Sehstörungen.
Sollte eine Dranginkontinenz vorliegen, sind Darifenacin, Oxybutinin oder Tolterodin sehr wirksame Medikamente zur Entspannung der Harnblasenmuskulatur. Als mögliche Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Trockenheit der Augen zu nennen.
Prof. Dr. med. Jens J. Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
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29.05.2007, aktualisiert am 11.12.2009
W&B/Christine Schneider
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