Candida albicans ist zeitweilig zu einer „Modediagnose“ geworden. Immer wieder hört man Behauptungen, der Hefepilz im Darm löse zahlreiche Erkrankungen, wie Depressionen oder Migräne aus. Eine zuckerreiche Ernährung würde den Candida-Pilz im Darm gleichsam „füttern“, heißt es. Daher solle nach Meinung einiger Ratgeber eine Anti-Pilz-Diät und / oder Darmspülungen helfen.
Diese Behauptungen entbehren jedoch einer wissenschaftlichen Grundlage. Candida kommt bei etwa jedem zweiten gesunden Mitteleuropäer im Dickdarm vor und löst dort keine Beschwerden aus. Personen ohne Abwehrschwäche leiden nur selten unter Infektionen mit dem Pilz. Der Nachweis von Candida-Arten auf der Haut oder im Darm weist also nicht immer auf eine Infektion hin. Nur wenn entsprechende Symptome vorliegen (siehe Kapitel Symptome), muss an eine Candidose gedacht und gegebenenfalls eine entsprechende Behandlung begonnen werden.
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13.09.2005, aktualisiert am 27.06.2010
Bildnachweis: W&B/Fraunhofer IGB
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