Führt eine Legionellose nur zu leichten Beschwerden wie dem Pontiac-Fieber (siehe Kapitel Symptome), so heilt sie meist von selbst aus. Auf Antibiotika kann dann üblicherweise verzichtet werden.
Handelt es sich um die Legionellen-Pneumonie (Legionärskrankheit), muss die Therapie zügig beginnen. Denn die Erkrankung ist insbesondere für Ältere und chronisch Kranke lebensbedrohlich. Zur Behandlung der Legionärskrankheit werden bestimmte Antibiotika eingesetzt. Diese hemmen das Bakterienwachstum oder töten die Keime direkt ab. Da sich die Legionellen im Körper in den "Fresszellen" verschanzen (siehe Kapitel Ursachen), sind die Bakterien allerdings gegen viele gebräuchliche Antibiotika gefeit. Es ist deshalb entscheidend, dass die richtigen Antibiotika zum Einsatz kommen. Einige Antibiotika wirken auch im Zellinneren. So erreichen sie auch die Legionellen. Dazu zählt der Wirkstoff Erythromycin, der sich bei der Therapie der Legionärskrankheit bewährt hat.
Auch eine Antibiotika-Kombinationen ist besonders in schweren Fällen möglich. Meist ist eine Antibiotika-Therapie über zwei, teilweise auch drei Wochen nötig, in den ersten Tagen oft als Infusion.
Um eine Ausbreitung der Legionärskrankheit zu verhindern, gilt es auch die Infektionsquelle zu beseitigen. So sollten verdächtige Wassersysteme untersucht und gegebenenfalls saniert werden.
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13.09.2005, aktualisiert am 21.06.2011
Bildnachweis: iStock/diego cervo
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