Besonders oft stecken sich Kinder zwischen dem zweiten und dem sechsten Lebensjahr mit Diphtherie an. Vorbeugen lässt sich mit einer Schutzimpfung
Zusammenfassung:
Die durch eine Infektion mit einem Bakterium ausgelöste Diphtherie ist durch die Einführung einer routinemäßigen Impfung in Mitteleuropa mittlerweile selten geworden. Einige Tage nach Ansteckung durch das Einatmen bakterienhaltiger Tröpfchen beginnt die Erkrankung mit Fieber, Abgeschlagenheit und Schnupfen. Dann kommt es meist zu einer schmerzhaften Entzündung im Bereich von Rachen und Kehlkopf. Die Betroffenen fühlen sich schwer krank. Die Beschwerden werden durch ein von den Bakterien freigesetztes Gift verursacht. Gelangt dieses Gift in den Blutkreislauf, kann es zu gefährlichen Komplikationen am Herz und an den Nerven kommen, die auch bleibende Schäden hinterlassen oder gar zum Tod führen können.
Die Diagnose stellt der Arzt anhand der typischen Beschwerden und bestätigt sie gegebenenfalls durch eine Nachweis der Bakterien im Rachenabstrich. Diphtheriekranke sollten, auch um andere vor Ansteckung zu schützen, in ein Krankenhaus gebracht werden, wo so schnell wie möglich ein Gegengift verabreicht wird. Durch Antibiotika kann der Erreger abgetötet werden. Die Behandlung der Diphtherie ist langwierig und erfordert für eine gewisse Zeit Bettruhe, um Belastungen zu vermeiden. Im Gegensatz zu vielen anderen Infektionskrankheiten hinterlässt die Diphtherie keinen Schutz vor erneuter Ansteckung.
| Diphtherie ist eine akute, durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit. Sie führt zu dünnen membranartigen Belägen auf den Mandeln und der Schleimhaut von Rachen, Kehlkopf und Nase, kann aber bei Verletzungen auch Auge und Haut befallen. Die Krankheitszeichen werden durch ein von den Bakterien produziertes Gift verursacht. Gelangen diese Gifte in den Blutkreislauf, können sie vor allem Schäden am Herzen und am Nervensystem bewirken. In den industrialisierten Ländern ist die Zahl der Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten durch die Möglichkeit einer Schutzimpfung zwar stark zurückgegangen, umso schwer wiegender kann Diphtherie in den wenigen noch vorkommenden Fällen jedoch verlaufen. Im deutschen Sprachraum gibt es so gut wie keine Fälle dieser Erkrankung. Schlechte Lebensbedingungen (Elendsquartiere, Obdachlosigkeit, Krieg) begünstigen die Erkrankung. An der Diphtherie kann man grundsätzlich in jedem Alter erkranken. Im ersten Lebensjahr ist die Krankheit selten, da während der Schwangerschaft von der Mutter schützende Antikörper auf das Kind übertragen werden (Nestschutz). Besonders oft stecken sich Kinder zwischen dem zweiten und dem sechsten Lebensjahr mit Diphtherie an. |
| Letzte Aktualisierung: 13.03.2007 (Patricia Herzberger) |
Quelle: surfmed;
13.09.2005, aktualisiert am 27.06.2010
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