Zur Behandlung von Hirntumoren stehen grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung: die Operation, die Bestrahlung des Tumors (Strahlentherapie) und die Chemotherapie.
Vor jeder Therapie gilt: Der Patient muss über mögliche Vor- und Nachteile sowie über Alternativen aufgeklärt werden. Manchmal kann es auch ratsam sein, abzuwarten und die Erkrankung zu beobachten.
Operation
Hirntumore, die operativ gut zugänglich sind, sollten entfernt werden. Je nach Größe und Lokalisation des Tumors muss ein Chirurg hierzu die Schädeldecke öffnen bzw. Instrumente über ein Bohrloch in der Schädeldecke einführen (transkranielle Operation). Alternativ kommt eine transsphenoidale Operation (durch die Nase) infrage. Solche Eingriffe können gesundes Nervengewebe beeinträchtigen, was zu neurologischen Störungen wie Sprachschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen, Lähmungen oder Gangunsicherheiten führen kann.
Bei gutartigen Hirntumoren stellt die Operation in der Regel die einzige notwendige Behandlung dar.
Besteht bei einem Tumor ein hohes Rückfallrisiko, wurde eine bösartige Geschwulst durch eine Operation nur unvollständig entfernt oder ist eine Operation nicht möglich, können Ärzte zusätzliche Therapien einsetzen:
Bestrahlung
Die Strahlentherapie kann bei Hirntumoren vor oder nach einer Operation sowie alleine zum Einsatz kommen. Ziel ist es, den Hirntumor durch gezielte Bestrahlung zu zerstören und dabei möglichst wenig gesundes Hirngewebe zu schädigen. Die Bestrahlung erfolgt entweder von außen oder über Strahlungsquellen (Radionuklide), die direkt in den Tumorbereich im Gehirn eingebracht werden. Als Nebenwirkung kann es ebenfalls zu neurologischen Störungen kommen.
Chemotherapie
Hierbei kommen spezielle Medikamente, die Zytostatika zum Einsatz, die den Hirntumor zerstören sollen. Die Chemotherapie wird bei Hirntumoren häufig mit einer Strahlentherapie kombiniert. Man spricht dann von einer Radiochemotherapie. Auch hierbei können neurologische Probleme auftreten.
Eine psychosoziale Betreuung von Patient und Angehörigen sollte einen festen Stellenwert in der Therapie eines Hirntumors haben. Tumor- oder behandlungsbedingte neurologische Störungen müssen unterstützend behandelt werden.
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13.09.2005, aktualisiert am 11.07.2011
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