Anmelden | Registrieren
Drucken

Hirntumore (Gehirntumore):
Diagnose

Für die Diagnose eines Hirntumors stellen die Computertomografie (CT) und die Magnetresonanztomografie (MRT) die wichtigsten Untersuchungsmethoden dar


Anhand der Bilder, die eine CT liefert, kann der Arzt einen Hirntumor entdecken

Eine spezifische Früherkennungsuntersuchung für Hirntumore gibt es nicht. Besteht der Verdacht auf einen Hirntumor, führt der Arzt zunächst eine gründliche körperliche und neurologische Untersuchung durch.

Die wichtigsten Methoden zur Diagnose von Hirntumoren sind die Magnetresonanztomografie (MRT) und die Computertomografie (CT) des Kopfes. Dabei werden Schnittbildaufnahmen des Gehirns angefertigt, auf denen der Hirntumor in praktisch 100 Prozent der Fälle sichtbar ist. Bei gefäßreichen Hirntumoren kann gegebenenfalls eine Angiografie (Röntgen-Untersuchung der Hirngefäße) zusätzlich sinnvoll sein. Auch eine Untersuchung des Hirnwassers (Liquorpunktion) kann in bestimmten Fällen weitere Hinweise auf einen Hirntumor liefern.


Um Informationen über den Stoffwechsel eines fraglichen Hirntumors zu bekommen, kann eine  Positronen-Emissions-Tomografie (PET) durchgeführt werden. Sie kann gegebenenfalls helfen, gutartige Veränderungen (wie Narben- oder Entzündungsherde) von bösartigen abzugrenzen. Zudem kann  die PET in bestimmten Fällen zusätzliche Informationen liefern: Mit ihnen kann ein Arzt besser abschätzen, ob es sich um einen schnell wachsenden, bösartigen Tumor handelt, oder eher um einen langsam wachsenden, gutartigen Tumor.

Um die Diagnose eines Hirntumors zu sichern und die Art des Tumors festzustellen, ist in der Regel eine Gewebeprobe notwendig. Diese kann gezielt über einen kleinen Eingriff (stereotaktische Biopsie) oder im Rahmen der operativen Entfernung des Tumors erfolgen.

Bösartigkeit und Wachstumsverhalten von Hirntumoren lassen sich durch die sogenannten Malignitätsgrade beschreiben. Die Einteilung der Hirntumoren erfolgt anhand der WHO-Klassifikation (Weltgesundheitsorganisation) in die Grade I bis IV:

  • Grad I: Es handelt sich um einen gutartigen Tumor, der sich nur wenig von normalen Gewebezellen unterscheidet (differenzierter Tumor) und der nur langsam wächst. Hierzu zählen unter anderem die Astrozytome Grad I.
  • Grad II: Diese noch gutartigen Tumoren wachsen in die Umgebung ein (infiltratives Wachstum) und es kann  zu Rückfällen kommen.  Eine Entwicklung hin zu  aggressiveren Tumoren ist möglich. Ein Beispiel ist das Astrozytom Grad II.
  • Grad III und Grad IV: Die Tumoren zeigen in der feingeweblichen Untersuchung Zeichen der Bösartigkeit und sie wachsen meist rasch.  Beispiele: Anaplastisches Astrozytom Grad III, Glioblastom Grad IV.

Hirnmetastasen sind Absiedlungen (Tochtergeschwülste) anderer bösartiger Tumore. 20 bis 30 Prozent aller Gewebsneubildungen im Gehirn sind Metastasen. Vor allem Krebserkrankungen wie Brustkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs und Nierenkrebs streuen häufig ins Gehirn und siedeln dort Metastasen ab.



  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7

Mehr Infos im Netz unter

www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 11.07.2011
Bildnachweis: Thinkstock/AbleStock

Übersicht

Krebserkrankungen

Das Wort "Krebs" steht für eine ganze Reihe unterschiedlicher Krankheiten. Hier finden Sie eine Übersicht »

Gut zu wissen

Strahlung: Nutzen und Risiken

Nach dem Super-GAU in Fukushima wird vermehrt über das Thema Strahlung gesprochen. Doch kaum jemand weiß, welchen Strahlen wir im Alltag ausgesetzt sind… »

Strahlentherapie: Den Krebs bekämpfen

Moderne Geräte verschonen gesundes Gewebe so gut es geht. Welche Möglichkeiten die Medizintechnik heute bietet »

Der große Körpercheck

Testen Sie sich online

Depressions-Risiko, Schlafapnoe-Gefahr, Venen-Test – überprüfen Sie hier interaktiv Ihren Körper in Sachen Gesundheit »

Vorsorge-Rechner

Welche Vorsorgeuntersuchung steht Ihnen zu? Unser Online-Rechner sagt es Ihnen »

Experten-Sprechstunde

Wollen Sie mehr zu einem Gesundheitsproblem wissen? Hier finden Sie Informationen aus erster Hand »

Symptome

Geschwollene Beine, Kribbeln, Lymphknoten am Hals? Erfahren Sie mehr über Krankheitszeichen »

Laborwerte

Von CRP über TSH bis PSA – Labormedizin von A bis Z. Was die Werte über den Zustand des Körpers aussagen »

Diagnose-Verfahren

EKG, CT, MRT: Was verbirgt sich hinter solchen Kürzeln? Medizinische Untersuchungen einfach erklärt »

Therapien

Von Chemotherapie über Logopädie bis Akupunktur: Wichtige Behandlungsverfahren im Überblick »

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages

Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
BABY und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung