Eine spezifische Früherkennungsuntersuchung für Hirntumore gibt es nicht. Besteht der Verdacht auf einen Hirntumor, führt der Arzt zunächst eine gründliche körperliche und neurologische Untersuchung durch.
Die wichtigsten Methoden zur Diagnose von Hirntumoren sind die Magnetresonanztomografie (MRT) und die Computertomografie (CT) des Kopfes. Dabei werden Schnittbildaufnahmen des Gehirns angefertigt, auf denen der Hirntumor in praktisch 100 Prozent der Fälle sichtbar ist. Bei gefäßreichen Hirntumoren kann gegebenenfalls eine Angiografie (Röntgen-Untersuchung der Hirngefäße) zusätzlich sinnvoll sein. Auch eine Untersuchung des Hirnwassers (Liquorpunktion) kann in bestimmten Fällen weitere Hinweise auf einen Hirntumor liefern.
Um Informationen über den Stoffwechsel eines fraglichen Hirntumors zu bekommen, kann eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) durchgeführt werden. Sie kann gegebenenfalls helfen, gutartige Veränderungen (wie Narben- oder Entzündungsherde) von bösartigen abzugrenzen. Zudem kann die PET in bestimmten Fällen zusätzliche Informationen liefern: Mit ihnen kann ein Arzt besser abschätzen, ob es sich um einen schnell wachsenden, bösartigen Tumor handelt, oder eher um einen langsam wachsenden, gutartigen Tumor.
Um die Diagnose eines Hirntumors zu sichern und die Art des Tumors festzustellen, ist in der Regel eine Gewebeprobe notwendig. Diese kann gezielt über einen kleinen Eingriff (stereotaktische Biopsie) oder im Rahmen der operativen Entfernung des Tumors erfolgen.
Bösartigkeit und Wachstumsverhalten von Hirntumoren lassen sich durch die sogenannten Malignitätsgrade beschreiben. Die Einteilung der Hirntumoren erfolgt anhand der WHO-Klassifikation (Weltgesundheitsorganisation) in die Grade I bis IV:
Hirnmetastasen sind Absiedlungen (Tochtergeschwülste) anderer bösartiger Tumore. 20 bis 30 Prozent aller Gewebsneubildungen im Gehirn sind Metastasen. Vor allem Krebserkrankungen wie Brustkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs und Nierenkrebs streuen häufig ins Gehirn und siedeln dort Metastasen ab.
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13.09.2005, aktualisiert am 11.07.2011
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