Überblick
Millionen Deutsche – Kinder, Jugendliche, Erwachsene – haben ihn, viele kennen ihn: Heuschnupfen. Er ist eine der häufigsten Allergien überhaupt. Anders als zu vermuten steht, sind die Betroffenen aber weder allergisch auf Heu noch permanent erkältet. Vielmehr machen ihnen Pflanzenpollen, kleinste Bütenstaubteilchen in der Luft, zu schaffen. Niesattacken, Fließschnupfen oder verstopfte Nase, juckende, brennende oder tränende Augen, eventuell Atemnot sind immer wieder aufs Neue die Reaktion eines überempfindlich gewordenen Organismus, wenn er auf die eigentlich harmlosen Pollen trifft.
Die auch "Pollinosis" oder saisonaler allergischer Schnupfen genannte Volkskrankheit ist an die Zeit des Pollenfluges gebunden, Hauptsaison: März bis Juli. Dass die Symptome in unterschiedlicher Ausprägung auch ganzjährig auftreten, ist keineswegs selten. Dann sind möglicherweise heimliche Mitbewohner wie Hausstaubmilben und Schimmelpilze die Ursache. Vielleicht ist es aber auch das geliebte Haustier, ein Bestandteil in einem Nahrungsmittel oder ein erstmals angewendeter Arzneistoff. Allergischer Schnupfen ist nicht harmlos, denn er kann auch zu Asthma werden ("Etagenwechsel").
Die Diagnose stellt der Facharzt (Allergologe). Medikamente lindern die Symptome. Frühzeitig und gezielt behandelt, kann ein allergischer Schnupfen aber auch für längere Zeit unterbunden werden. Zumindest lässt sich verhindern, dass die Allergie sich verschlimmert. Grundlegende Therapie bei Heuschnupfen ist die Immuntherapie oder Hyposensibilisierung, eine Art Impfung. Die Veranlagung zur Allergie verliert sich nicht und kann auch vererbt werden.