Wie eingangs erwähnt, besteht bei einer virusbedingten Myokarditis für einen Teil der Patienten die Aussicht auf vollständige Ausheilung. Bei den übrigen werden gewisse Funktionseinschränkungen bestehen bleiben. Bei manchen ist mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen, die intensive Therapie, eventuell sogar eine Herztransplantation erfordert.
Ein schweres Krankheitsbild gleich zu Beginn der akuten Myokarditis kann unter guter medizinischer Überwachung und Therapie auch mit guter Prognose ausheilen; allerdings ist das sehr abhängig vom Erregertyp. So hat eine sogenannte Riesenzell-Myokarditis eine extrem schlechte Prognose im Vergleich zu anderen Virus-Myokardititen. Auch die chronische Myokarditis mit erweiterter Herzkammer (die sogenannten dilatative Kardiomyopathie) hat eine eher ungünstige Langzeitprognose.
Körperliche Schonung, das heißt vor allem keine schwere körperliche Arbeit, kein Sport, ferner kein Alkohol und Nikotin sind bei milder Verlaufsform einer Herzmuskelentzündung die wichtigsten therapeutischen Maßnahmen. Die Schonung sollte solange aufrechterhalten werden, bis von ärztlicher Seite Entwarnung gegeben wird – aufgrund der Krankheitszeichen, des Elektrokardigramm- und Herzultraschallbefundes.
Hat die Myokarditis zu einer Schwächung der Herzmuskulatur und Erweiterung der Herzkammern mit den Anzeichen einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) geführt, erfolgt die heute übliche Therapie einer Herzinsuffizienz (in erster Linie mit Medikamenten wie einem ACE-Hemmer und Betablocker).
Bei besonders schweren Verlaufsformen werden in spezialisierten Zentren auch andere Therapieverfahren durchgeführt oder in Studien getestet: immunsuppressive, immunmodulierende, antientzündliche und antivirale Therapiekonzepte.
Sind Bakterien, Protozoen oder andere Erreger als Ursache der Myokarditis nachgewiesen, wird eine spezifische, gegen diese Erreger gerichtete Behandlung eingesetzt.
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13.09.2005, aktualisiert am 09.05.2012
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