Infarktschmerzen betreffen oft die Brust, können aber auch in Rücken, Kiefer oder Bauch ausstrahlen. (Um die komplette Grafik zu sehen, bitte auf die Lupe klicken!)
Typische Anzeichen eines Herzinfarktes sind länger als fünf Minuten anhaltende Schmerzen im Bereich des Brustbeines und der linken Brustseite, die bis in den Hals oder den Arm ausstrahlen können.
Schmerzen können jedoch auch in anderen Teilen des Brustkorbes, im Oberbauch oder Rücken auftreten. Häufige Begleiterscheinungen sind Blässe, eine Engegefühl in der Brust, Schwäche, Kaltschweißigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot und Kreislaufstillstand.
Selbst der Arzt kann allein anhand des Schmerzbildes oft kaum entscheiden, ob das Herz die Ursache für die Beschwerden ist oder nicht. Gerade bei Frauen liegen häufig nicht die typischen Anzeichen eines Infarktes vor.
Aber auch bei Diabetikern kann die Diagnose schwierig sein. Die sogenannte autonome Neuropathie, eine durch die Zuckerkrankheit verursachte Schädigung der Organnerven, kann dazu führen, dass Diabetiker Herzschmerzen nicht wahrnehmen und so einen fast beschwerdefreien "Stummen Infarkt" erleiden.
Mögliche Komplikationen
Eine häufige Komplikation des Herzinfarktes sind Rhythmusstörungen. Eine Elektroschocktherapie (Defibrillation) kann manche von ihnen – zum Beispiel das Kammerflimmern – unterbrechen und die normale Herzaktivität wieder herstellen. Weitere Folgen vor allem ausgedehnter Herzinfarkte können Herzschwäche, Ausstülpungen (Aneurysmen) oder Einrisse der Herzwand (Ventrikel- oder Septumruptur) sowie Entzündungen des Herzbeutels (Perikarditis) sein.
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13.09.2005, aktualisiert am 11.10.2011
Bildnachweis: W&B/Swen Sallwey; WuB/Simon Katzer
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