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Schadet die Schockabgabe eines implantierten Defibrillators?

Wie oft kann man eigentlich einen "Schock" durch einen implantierten Defibrillator schadlos verkraften? Gibt er vorher wenigstens einen Warnimpuls ab? Aus der Experten-Sprechstunde "Herz, Gefäße, Kreislauf"


Ob Herzschrittmacher oder implantierbarer Defibrillator: Die Technik trägt entscheidend dazu bei, Leben zu retten

Jeder Schock eines eingepflanzten Defibrillators ist eine lebensrettende Maßnahme. Das Herz kann davon nur profitieren, es wird nicht geschädigt.

Allerdings kann der Schock als sehr schmerzhaftes Ereignis erlebt werden. Patienten beschreiben das zum Beispiel so, als käme es „zu einem Schlag in den Rücken“. Die Angst vor dem nächsten, völlig unerwartet eintreffenden Schock kann also in der Tat schwer zu verkraften sein. Ein Warnimpuls wird nicht abgegeben.

Nicht jede schnelle Rhythmusstörung (Kammertachykardie) löst jedoch gleich einen Schock aus. Das Zeitintervall vom Auftreten der Rhythmusstörung bis zur Schockabgabe lässt sich programmieren. Häufig endet die Rhythmusstörung spontan vor dem Zeitpunkt der geplanten Schockabgabe, sodass vielen Trägern eines Defibrillators das Schockerlebnis erspart bleibt.

 

Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


Unsere Experten beantworten in der Sprechstunde "Herz, Gefäße, Kreislauf" viele weitere Fragen rund um die Herzgesundheit.


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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surfmed/www.apotheken-umschau.de; 18.11.2008, aktualisiert am 08.05.2012
Bildnachweis: W&B/Achim Graf

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