Ob Herzschrittmacher oder implantierbarer Defibrillator: Die Technik trägt entscheidend dazu bei, Leben zu retten
Jeder Schock eines eingepflanzten Defibrillators ist eine lebensrettende Maßnahme. Das Herz kann davon nur profitieren, es wird nicht geschädigt.
Allerdings kann der Schock als sehr schmerzhaftes Ereignis erlebt werden. Patienten beschreiben das zum Beispiel so, als käme es „zu einem Schlag in den Rücken“. Die Angst vor dem nächsten, völlig unerwartet eintreffenden Schock kann also in der Tat schwer zu verkraften sein. Ein Warnimpuls wird nicht abgegeben.
Nicht jede schnelle Rhythmusstörung (Kammertachykardie) löst jedoch gleich einen Schock aus. Das Zeitintervall vom Auftreten der Rhythmusstörung bis zur Schockabgabe lässt sich programmieren. Häufig endet die Rhythmusstörung spontan vor dem Zeitpunkt der geplanten Schockabgabe, sodass vielen Trägern eines Defibrillators das Schockerlebnis erspart bleibt.
Professor Dr. med. Wolfram Delius, München
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18.11.2008, aktualisiert am 08.05.2012
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