Mit den ersten Symptomen einer bakteriellen Endokarditis ist circa zwei Wochen nach Beginn der Bakterienausschwemmung aus einem Infektionsherd (zum Beispiel einer eitrigen Zahnwurzel) zu rechnen.
Fieber ist das führende Symptom (80 bis 90 Prozent der Fälle), gefolgt von Schüttelfrost (40 bis 75 Prozent). Das fast immer vorhandene anormale Herzklappengeräusch (80 Prozent) liefert dem Arzt Hinweise auf die erkrankte Klappe.
Allgemeine Krankheitssymptome wie Schwitzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust sind bei 25 bis 40 Prozent der Betroffenen zu finden. Nicht so häufig, wie in den Lehrbüchern beschrieben, sind kleinere Einblutungen unter die Fingernägel und die linsengroßen, schmerzhaften rötlichen Knötchen an Fingern und Zehen (Osler Knötchen).
Von den entzündlichen Veränderungen an den Herzklappen können kleinste "Blutklümpchen" (Thromben) mit dem Blutstrom mitgerissen werden. Sie gelangen in entfernte Blutgefäße und können sie verstopfen (medizinisch als Embolie bezeichnet). So kann es bei einer Endokarditis in allen Organen, insbesondere auch im Gehirn, den Herzkranzgefäßen, der Niere, dem Darm und den Extremitäten zu Gefäßverschlüssen kommen.
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13.09.2005, aktualisiert am 28.10.2011
Bildnachweis: iStock/kalovicent
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