Die Technologie eines implantierten Defibrillators, der im Bedarfsfall auch noch Schrittmacherfunktion ausüben kann, ist hoch kompliziert und damit auch für Störeinflüsse mindestens ebenso empfindlich wie bei herkömmlichen Schrittmachern (vgl. Frage: "Welche elektrischen Geräte können einen Schrittmacher stören?" aus der "Sprechstunde Herz, Gefäße, Kreislauf", Übersicht siehe rechte Spalte).
Patienten mit einem implantierten Defibrillator sind überwiegend schwer kranke Herzpatienten mit einer deutlich eingeschränkten Herzleistung. Regelmäßige sportliche Aktivitäten werden bei ihnen von vornherein nicht möglich sein, leichtere Bewegungsübungen und tägliche Spaziergänge mitunter aber sehr wohl, wenn der betreuende Kardiologe dies befürwortet. Gelegentlich kommt es auch vor, dass jüngere Patienten mit guter Herzleistung allein aufgrund lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen einen ICD benötigen. Ihnen kann in Absprache mit dem Kardiologen sportliche Aktivität gestattet werden.
Professor Dr. med. Wolfram Delius, München
Unsere Experten beantworten in der Sprechstunde "Herz, Gefäße, Kreislauf" viele weitere Fragen rund um die Herzgesundheit.
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18.11.2008, aktualisiert am 08.05.2012
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