Hepatits B
Symptome

Eine Hepatitis kann ganz unbemerkt verlaufen

Gelbe Augen: Das kann auf eine Leberentzündung hinweisen

Die Zeit zwischen der Infektion mit dem Virus und dem Ausbruch der Erkrankung, die so genannte Inkubationszeit, liegt etwa zwischen einem bis sechs Monaten. In über 90 Prozent der Fälle heilt eine Hepatitis B bei Erwachsenen nach vier bis sechs Wochen vollständig aus und führt zu einer lebenslangen Immunität.


Akute Hepatitis B

 

Die ersten Symptome sind Appetitlosigkeit und Müdigkeit, Übelkeit, Gelenkbeschwerden und leichtes Fieber. Bei etwa einem Drittel der Infizierten zeigen sich die typischen Anzeichen einer Gelbsucht: Der Stuhl entfärbt sich, der Urin wird dunkel, Haut und das Weiße der Augen färben sich gelb. Nach vier bis sechs Wochen verschwinden die Symptome wieder.

Bei 90 Prozent der Erwachsenen mit akuter Hepatitis B heilt die Krankheit vollständig aus. Anschießend sind die Betroffenen lebenslang gegen das Virus immun. Nur in ganz seltenen Fällen (weniger als ein Prozent) verläuft eine akute Hepatitis B besonders heftig. Der Leberschaden ist dann so ausgedehnt, dass es zu einem Leberausfallskoma kommen kann und eventuell eine Lebertransplantation nötig ist.

Chronische Hepatitis B


Bei fünf bis zehn Prozent der Erwachsenen und bis zu neunzig Prozent der Neugeborenen, die um die Geburt herum mit Hepatitis B infiziert wurden, entwickelt sich eine chronische Leberentzündung. Das bedeutet auch nach einem halben Jahr ist die Hepatitis noch nicht ausgeheilt.

Einige Patienten mit chronischer Hepatitis B bleiben dauerhaft infektiös, ohne Symptome zu zeigen. Andere entwickeln eine anhaltende Leberentzündung. Diese geht mit geringen Veränderungen der Leberwerte einher, die allerdings die Funktionsfähigkeit des Organs nicht wesentlich beinträchtigen. Eine weitere Form ist die chronisch aggressive Hepatitis, bei der die Entzündungsaktivitäten ausgeprägter sind. Das Lebergewebe schrumpft und verhärtet sich schließlich – eine sogenannte Leberzirrhose entsteht. Sie führt – je nach Ausmaß – bis hin zu gravierenden Störungen der Leberfunktionen und weiteren Komplikationen wie Blutungen aus Krampfadern in der Speiseröhre. Eine chronische Infektion mit dem Hepatitis B-Virus und eine Leberzirrhose erhöhen zudem das Risiko, an einem Leberzellkrebs zu erkranken.

Koinfektion mit Hepatitis D

In seltenen Fällen stecken sich die Patienten zusätzlich mit dem Hepatitis D-Virus, kurz HDV, an. Diese sogenannte Koinfektion verläuft schwerer als eine einfache Hepatitis B – sie wird bei über neunzig Prozent der Betroffenen chronisch. Da das Hepatitis D-Virus jedoch ein defektes Virus ist, kann es sich nur dann vermehren, wenn im selben Organismus auch das Hepatitis B-Virus vorkommt. Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt damit auch gegen Hepatitis D. Eine spezielle Impfung gegen Hepatitis D existiert nicht.


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