Virus-Antigene :
Im Blut sind bestimmte Bestandteile des Virus nachweisbar, auf die auch das menschliche Immunsystem anspricht. So zum Beispiel das besonders früh nachweisbare sogenannte HBs-Antigen, das ein Bestandteil der Hülle des Virus ist.
Antikörper:
Ist das menschliche Immunsystem auf den Eindringling aufmerksam geworden, bildet es Abwehrstoffe, die sogenannten Antikörper, die ihm bei der Bekämpfung des Virus helfen. Die Antikörper richten sich gegen verschiedene Antigene. Sind Anti-HBs-Antikörper nachweisbar, ist dies ein Hinweis darauf, dass der Betroffene entweder gegen Hepatitis B geimpft wurde oder bereits eine ausgeheilte Infektion hinter sich hat. Anti-HBc-IgM-Antikörper hingegen sprechen für eine aktive Hepatitis B.
Virus-DNA:
Die Messung der Virus-DNA gibt Auskunft über den Verlauf der Leberentzündung: Wenig DNA im Blut spricht für eine ruhende Infektion, viel DNA für eine aktive und ansteckende Hepatitis B. Die Höhe der Viruslast (sogenannte Virus-DNA-Höhe) korreliert auch eng mit der Ausbildung einer Zirrhose und der Entwicklung eines Leberzellkarzinoms.
Beim Verdacht auf eine Hepatitis B bestimmt der Arzt zunächst meist das HBs-Antigen als Hinweis auf ein Vorhandensein des Virus im Körper sowie Anti-HBc-Antikörper zur Kontrolle, ob es sich um eine aktive Hepatitis handelt. Ist einer der beiden Werte positiv, gilt es mit weiteren Blutuntersuchungen herauszufinden, ob die Krankheit akut oder chronisch ist und wie aktiv das Virus ist. Liegt tatsächlich eine Hepatitis B vor, sollte außerdem ermittelt werden, ob eventuell auch eine Hepatitis D besteht. Eine Entnahme von Gewebe aus der Leber (Leberbiopsie) kann zeigen, in wie weit das Organ bereits geschädigt ist. Das Ausmaß der Entzündung und der Grad des bindegewebigen Umbaus der Leber (Fibrose/Zirrhose) kann über diese Untersuchung genau bestimmt werden.