Bei einer Hepatitis B handelt es sich um eine virusbedingte Leberentzündung. Hepatitis B wird durch das gleichnamige Hepatitis B-Virus, kurz HBV, verursacht und ist eine der häufigstenInfektions-Krankheiten überhaupt: Etwa zwei Milliarden Menschen waren einmal mit HBV infiziert, zwischen 300 und 420 Millionen Menschen tragen das Virus chronisch in sich. Der Krankheitserreger wird über Blut und andere Körperflüssigkeiten wie Sperma übertragen. Mehr als die Hälfte aller HBV-Infektionen in Deutschland gehen heutzutage auf Sexualkontakte zurück. Aus diesem Grund zählt Hepatitis B auch zu den so genannten sexuell übertragbaren Krankheiten.
Von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome können bis zu sechs Monate vergehen. Dann treten Beschwerden wie Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht auf. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was mitunter schwerwiegende Komplikationen, wie eine Leberzirrhose verursachen kann.