Die Durchseuchung mit dem Hepatitis A-Virus ist aufgrund der guten hygienischen Bedingungen in Industrienationen deutlich zurückgegangen. Viele Menschen reisen jedoch in ferne Länder mit weniger günstigen Voraussetzungen. Die sicherste Vorsorge gegen die Infektion mit Hepatitis A ist eine Impfung. Der Impfstoff enthält abgetötete Hepatitis A-Viren. Die Impfung verleiht üblicherweise mehr als zehn Jahre Immunität gegen die Erreger. Nur selten ist eine Auffrischungsimpfung nötig. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem Arzt.
Der Impfstoff wird in den Muskel verabreicht und ist gut verträglich. Seit einigen Jahren ist auch eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B möglich. Impfen lassen sollten sich nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, unter anderem Personen, die in Länder mit einem erhöhten Vorkommen von Hepatitis A reisen (dazu zählen zum Beispiel der Mittelmeerraum oder Osteuropa) , Personen, die an einer chronischen Lebererkrankung leiden und nicht gegen Hepatitis A immun sind, Personal in Kindertagesstätten und –heimen, in Krankenhäusern (Ärzte, Pflegepersonal) und anderen sozialen Einrichtungen, Rettungssanitäter, Polizisten Klärwerksarbeiter und homosexuelle Männer.
Auch wer gegen HAV geimpft ist, sollte sorgfältig auf eine ausreichende Hände- und Nahrungsmittelhygiene achten. In Ländern mit unzureichender Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene sollten Nahrungsmittel möglichst nur geschält oder gekocht gegessen werden. In solchen Regionen sollte zudem ausschließlich abgepacktes Mineralwasser oder abgekochtes Wasser getrunken und zum Zähneputzen etc. verwendet werden. Vorsicht auch vor Eiswürfeln in Getränken! Rohe Schalentiere wie Austern sollten unbedingt gemieden werden. Auch bei gekochten Meeresfrüchten, besonders Muscheln, ist Vorsicht geboten. Speiseeis, das offen verkauft wird, sowie rohe Gerichte wie Salate, sollten besser gemieden werden.
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13.09.2005, aktualisiert am 10.10.2011
Bildnachweis: Panthermedia/Sigrid Cichocki
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