Das aromatische Kraut würzt – gleich dem Rosmarin – Fleisch- und Fischgerichte, mediterrane Gemüsepfannen und Suppen. In den Zweigen steckt ein intensiv schmeckendes ätherisches Öl. Wer das Aroma mag, mischt einen Thymianzweig zu den übrigen Zutaten und lässt ihn eine Zeit lang mitkochen. Nur so entweicht das Öl den Zweigen und würzt das Essen. Zuletzt, wie beim Rosmarin, den Thymian wieder entfernen. Als Alternative empfiehlt Koch Asch: „Den Zweig in Olivenöl oder Ähnliches legen und einige Minuten leicht erwärmen, dann herausnehmen und das aromatisierte Öl über das fertige Gericht träufeln.“
Thymian gehört – in Form zahlreicher pflanzlicher Arzneien – zu den Klassikern, die Husten und Schnupfen lindern. Der Grund: Das ätherische Öl löst festsitzenden Schleim aus den Atemwegen und transportiert ihn ab.
Wichtig: Thymianöl aus der Apotheke darf nie unverdünnt angewendet werden, da es in diesem Fall die Schleimhäute stark reizt. Eltern dürfen das Öl bei Babys und Kleinkindern nicht anwenden, da dies bei den Kleinen zu Atemnot führen kann. Dies gilt ebenfalls für andere ätherische Öle. Deshalb am besten dazu in der Apotheke beraten lassen.
Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de;
19.08.2010, aktualisiert am 31.10.2011
Bildnachweis: Fotolia/Christian Jung/2010
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