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Stets gut informiert

Auch bei vermeintlich harmlosen Pflanzenpräparaten ist eine kompetente Beratung wichtig


Weißdorn unterstützt die Herzleistung. Wie bei allen Heilkräutern kommt es auch hier auf die richtige Einnahme an

Für die Patienten gilt der Apotheker als Informationsquelle Nummer eins, wenn es um pflanzliche Arzneimittel geht. Während hier 28,5 Prozent auf die Erfahrung ihres Arztes setzen, nutzen 60,3 Prozent das Wissen der Pharmazeuten. Darin liegt die große Stärke der Apotheker, denn in ihrer Ausbildung spielt die Pflanzenmedizin vom ersten Semester an eine wichtige Rolle. „Der Beratungsbedarf ist groß“, weiß Apotheker Roland Andre. Zunächst benötigen die Verbraucher Basis-Informationen zur richtigen Anwendung und Dosierung, bei Arzneitees ist die korrekte Zubereitung wesentlich für eine erfolgreiche Therapie.

 

Der Apotheker kennt nicht nur die exakten Anwendungsgebiete, sondern auch eventuelle Wechselwirkungen und Grenzen der Anwendung. Vielleicht muss dem Patienten in manchen Fällen auch ein Arztbesuch ans Herz gelegt werden. Andererseits vermag der Apotheker die Dauer der Behandlung gut abzuschätzen. So können auch jene Patienten von fundierter Beratung profitieren, die die Medikamente schon länger einnehmen. „Da geht es dann darum, ob das Arzneimittel vielleicht schon abgesetzt oder die Dosierung verändert werden könnte“, sagt Andre. Manche Patienten würden ein Medikament routinemäßig kaufen und einnehmen, obwohl es vielleicht gar nicht mehr benötigt würde. Besonders Präparate aus dem Supermarkt landen oft ohne weitere Überlegung im Einkaufswagen.


Auf Platz drei der beliebtesten Informationsquellen für Pflanzenarzneien liegt die Apotheken Umschau (17,6 Prozent), gefolgt von Internet und Gesundheitsportalen, die 12,1 Prozent nutzen. Besonders die unter 40-Jährigen setzen auf die elektronischen Medien, um sich über Pflanzenmedizin zu informieren. Das sieht Experte Bernhard Uehleke mit gemischten Gefühlen: „Die Fülle an Informationen überfordert die Verbraucher. Da ist es wichtig, auf vertrauenswürdige Portale zu setzen.“ In allererster Linie sei hier aber der Apotheker gefragt.



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Christian Krumm / Apotheken Umschau; 27.09.2010, aktualisiert am 17.10.2011
Bildnachweis: doc-stock GmbH/WESTEND61

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