Auf der Wiese und im Wald streckt die Schlüsselblume (Primula veris) als eine der ersten Blumen im Frühling ihre Knospen aus der feuchten, kalten Erde. Den deutschen Namen erhielt die Pflanze, weil die Anordnung ihrer Blüten an einen Schlüsselbund erinnert. Sie wächst in ganz Europa und Vorderasien.
Im Mittelalter nutzten Menschen sie als Heilmittel, um das Herz zu stärken oder die Gicht zu vertreiben. Heute gelten die goldgelben Blüten und die Wurzeln der Pflanze als wichtige Arzneikräuter in der Erkältungszeit. Besonders heilsam sind die darin enthaltenen Saponine. Bei Bronchitis und Erkrankungen der Atemwege helfen diese Inhaltsstoffe, den festsitzenden Schleim zu lösen. Dies erleichtert das Abhusten. Zusätzlich ist das in dem Extrakt enthaltene Methylsalicylat wirksam.
Christine Wolfrum / Apotheken Umschau;
20.02.2012
Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto
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