An erster Stelle sollte immer die chirurgische Entfernung (Exzision) des Basalioms stehen. Sie erfolgt in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung. Im Gegensatz zu den Therapiealternativen ohne Skalpell (siehe unten) hat das Herausoperieren den Vorteil, dass der entfernte Tumor nachträglich feingeweblich untersucht werden kann. Durch diese histologische Untersuchung können Diagnose und Therapieerfolg nochmals überprüft werden.
Insbesondere bei den so genannten sklerodermiformen Basaliomen, die am Rand unter der Haut Tumorstränge ausbilden, kann ohne feingewebliche Untersuchung nicht sichergestellt werden, dass der Tumor komplett entfernt wurde. Daher wird bei den sklerodermiformen Basaliomen an vielen Kliniken schon während der Operation eine Schnittrandkontrolle durchgeführt („Schnellschnitt“). Durch diese Methode kann der Operateur die Schnittführung sofort korrigieren, falls noch Tumorreste an den Rädern gefunden werden.
Die nicht-chirurgischen Therapiealternativen sollten nur in Ausnahmefällen in Erwägung gezogen werden. Sie werden in erster Linie bei alten, gesundheitlich angegriffenen Patienten oder bei schlecht operierbaren Tumoren eingesetzt. Für die Betroffenen stehen sowohl die örtliche Kryotherapie (Kältetherapie) als auch die Strahlentherapie zur Verfügung.
In den letzten Jahren wurden außerdem für oberflächliche Basaliome, die häufig am Rumpf auftreten, neue Therapieverfahren erprobt und etabliert. In einigen Studien wurden oberflächliche Basaliome mit einer Imiquimod-haltigen Creme behandelt, die über das Immunsystem wirkt. Auch eine örtliche Chemotherapie mit 5-Fluorouracil ist möglich.
Außerdem hat sich in den letzten 15 Jahren die photodynamische Therapie (PDT) für aktinische Keratosen (durch UV-Licht verursachte Krebsvorstufen) und oberflächliche Hauttumore (Basaliome, Morbus Bowen) etabliert. Die Tumore werden dabei mit speziellen Wirkstoffen (5-Aminolävulinsäure oder MAOP (Methyl-5-Amino-4-Oxopentanoat)) in Cremeform über drei bis sechs Stunden vorbehandelt und dann mit einem speziellen Laser bestrahlt. Der Vorteil des Verfahrens ist, dass sich die Creme nur in den Tumorzellen anreichert. Die Laserstrahlen werden von den vorbehandelten Tumorzellen aufgenommen und zerstören so nur die mit der Creme behandelten Tumorzellen. Gesundes Gewebe wird geschont und Operationsnarben werden vermieden.
Der Nachteil jeder nicht-chirurgischer Therapiealternative ist, dass eventuell tiefer liegende Tumoranteile nicht erfasst werden; es kann so eventuell leichter zum Wiederauftreten des Tumors kommen. Außerdem steht kein herausoperiertes Tumorstück für die feingewebliche Untersuchung zur Verfügung (siehe oben).
www.apotheken-umschau.de;
11.11.2008, aktualisiert am 12.01.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/ Photos.com
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
BABY und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung