Kryotherapie

Zusammenfassung:
Extreme Kälte wird in der Dermatologie hauptsächlich zur Entfernung oberflächlicher Hautveränderungen angewandt; das können zum Beispiel Warzen sein, Leberflecke (Altersflecken), wulstige Narben oder "wildes Fleisch" bei eingewachsenen Nägeln.


Vorgangsweise

Verwendet wird flüssiger Stickstoff - er ist mit einer Temperatur von minus 190 Grad extrem kalt und wirkt sehr rasch. Das Prinzip der Behandlung beruht darauf, dass der flüssige Stickstoff entweder mit Hilfe eines Sprays oder mit speziellen Applikatoren auf die Haut aufgebracht wird - und zwar nur ein paar Sekunden lang. Die betreffenden Hautteile frieren ein: Nach einigen Stunden bildet sich eine Blase, an deren Oberfläche die zu entfernende Hautveränderung sitzt (etwa die Warze). Diese Blase wird am nächsten Tag vom Hautarzt abgetragen; die entstandene Wunde wird mit antiseptischem Puder behandelt. Darunter wächst neue, gesunde Haut nach.

Die Wahl der Betäubung
Die Kryotherapie wird für gewöhnlich ohne Betäubung durchgeführt, ist aber etwas schmerzhaft.

Erfolgsrate

Risiken und Komplikationen
Je nach Größe des Eingriffs heilt die entstandene Wunde nach ein bis drei Wochen ab.

Heilungschancen
Nach der Abheilung bleiben in der Regel keine Narben zurück.
 
Letzte Aktualisierung:
14.03.2007 (Patricia Herzberger)
Autor:
Elisabeth Tschachler
Experten für diese Seite:
Univ. Prof. Dr. med. Werner Aberer (Hautkrankheiten, Allergien)
Univ. Prof. Dr. med. Erwin Tschachler (Hautkrankheiten)

Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.

Themen-Specials für Ihre Gesundheit: