Juckreiz kann zahlreiche Ursachen haben und sollte immer von einem Hautarzt oder einer Hautärztin abgeklärt werden. Schon die regelmäßige Pflege der Haut mit rückfettenden Cremes oder Salben kann den Juckreiz lindern. Die entsprechenden Präparate sollten zwischen fünf und 15 Prozent Harnstoff enthalten; dadurch tragen sie zur Verbesserung des Wassergehalts der Haut bei, was wiederum zu trockener Haut entgegenwirkt. Medikamente, die den Wirkstoff Polidocanol enthalten, wirken ebenfalls Juckreiz lindernd. Von den Krankenkassen werden die Kosten dafür aber nur bei Kindern mit Neurodermitis und bei Patienten, die an einer genetisch bedingten Schuppenkrankheit (Ichthyosis) leiden, erstattet.
Wer unter Juckreiz leidet, sollte keine allzu eng anliegende, die Haut reizende Kleidung tragen. Rückfettende Bäder können helfen, sollten aber sparsam eingesetzt werden. Zu häufig und zu lang angewendete, vor allem natürlich warme Bäder können nämlich die Haut zusätzlich austrocknen.
Prof. Dr. med. Margitta Worm
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
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30.03.2007, aktualisiert am 08.08.2011
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