Chemische Filter dringen in die Hornschicht der Oberhaut ein und absorbieren dort die UV-Strahlung. Weil es etwas dauert, bis sie ihre Wirkung entfalten, sollte man die Produkte etwa 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen. „Bei chemischen Filtern ist das Allergierisiko höher“, sagt Beate Volkmer. Die Expertin betont aber: „Die hochallergenen Stoffe sind nicht mehr auf dem Markt.“
Physikalische Filter besitzen kaum Allergie potenzial und stecken deshalb vor allem in Cremes für Kinder und in Produkten von Naturkosmetikherstellern. Hier reflektieren Mikropigmente (Titandioxid oder Zinkoxid) auf der Haut das Sonnenlicht. Früher legten sich diese Cremes wie eine weiße Paste auf die Haut, heute machen Nanopartikel die Filter nahezu unsichtbar. Eine gute Sonnencreme muss nicht nur einen UV-B-Filter besitzen (erkennbar am Lichtschutzfaktor). Sie braucht auch einen UV-A-Schutz (erkennbar am UV-A-Zeichen auf der Flasche), dessen Stärke auf den UV-B-Filter abgestimmt ist.
Nadja Katzenberger / Apotheken Umschau;
28.06.2010, aktualisiert am 09.05.2011
Bildnachweis: Banana Stock/RYF
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