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Das hilft bei gutartigen Hautveränderungen

Klein, aber störend: Geschwülste wie Fibrome, Alterswarzen oder Grützbeutel kann der Hautarzt entfernen


Kleine Hautwucherungen sind oft harmlos. Wenn sie stören, kann man sie trotzdem beseitigen lassen

Meist sind sie harmlos: kleine Wucherungen der Haut, die sich im Laufe des Lebens entwickeln. Beseitigen lassen möchte man die kosmetischen Störfälle trotzdem. Der richtige Ansprechpartner ist der Hautarzt. Er kann die Anhängsel fachgerecht und in der Regel narbenfrei entfernen. Er muss auch klären, ob eine solche Veränderung tatsächlich ungefährlich oder nicht doch ansteckend oder gar bösartig ist.


  • Alterswarzen

Die erhabenen und oft zerklüfteten Hornhautwucherungen bilden sich meist erst ab dem 40. Lebensjahr. Die Ursache für die seborrhoische Keratose, wie der Facharzt die Veränderung bezeichnet, ist unbekannt. Ihre Färbung reicht von hellbraun bis schwarz, die Größe von erbs- bis münzgross.

Alterswarzen bilden sich oft am Rumpf, können grundsätzlich aber überall am Körper entstehen. Auch wenn es der Name vermuten lässt: Sie werden nicht durch Viren verursacht, wie dies bei echten Warzen der Fall ist, und sie sind auch nicht ansteckend. Weil Hautkrebs manchmal ähnlich aussieht, sollte der Facharzt die Veränderung begutachten.

Alterswarzen können unter anderem vereist, abgeschabt oder mittels Laser entfernt werden. „Der Eingriff hinterlässt in der Regel keine Narben“, sagt Dr. Getraud Kremer, Hautärztin in Berlin. „Um Pigmentflecken zu vermeiden, sollte man die betroffene Stelle etwa zwei Monate nicht der Sonne aussetzen.“ Nur wenn sich nicht sicher ausschließen lässt, dass die Wucherung bösartig ist, wird die Warze operativ entfernt und das Gewebe im Labor untersucht.

  • Stielwarzen

Auch Stielwarzen sind keine Viruswarzen und nicht ansteckend. Die medizinisch als Fibrome bezeichneten Hautkügelchen werden stecknadelkopf- bis erbsengroß und sitzen meist wie kleine Stiele auf der Haut. Sie bilden sich bevorzugt am Hals, an den Augenlidern, den Leisten sowie in den Achselhöhlen und treten oft gehäuft auf. Werden sie abgerissen, können sie unangenehm bluten. Wer sich an ihnen stört, kann sie beim Dermatologen mittels Schere oder Laser entfernen lassen.

  • Grützbeutel

Die kleinen Knoten unter der Haut, medizinisch Atherome genannt, entstehen im Bereich der Haarwurzeln, häugfig am Kopf. Die Bindegewebssäckchen füllen sich mit abgestorbenen Hornzellen und Talg. Sie sollten nicht selbst daran herumdrücken: Die Knoten könnten sich entzünden und vereitern. Störende Atherome kann der Hautarzt operativ entfernen. „Sehr wichtig ist, dass der komplette Grützbeutel herausgeschält wird“, erläutert Dr. Harald Bresser, Hautarzt in München. „Sonst kann sich aus den Resten ein neues Atherom bilden.“

  • Hautgrieß

Hautgrieß bildet sich an den Ausführungsgängen der Talgdrüsen. Die weißen Knötchen, auch Milien genannt, treten oft im Bereich der Wangen und Augen auf. Häufig sind junge Frauen betroffen. Milien entfernen sollte der Hautarzt oder die Kosmetikerin. Sie ritzen die Knötchen an, dann kann sich das Talg-Horn-Gemisch unter leichtem Druck entleeren. Vorbeugend bringt oft die Umstellung der Pflege auf eine wenig fetthaltige Feuchtigkeitscreme Besserung. Drücken Sie an den Knötchen nicht selbst herum, sonst besteht die Gefahr einer Entzündung.


Kosten:

Wenn die Hautveränderungen keinen Krankheitswert besitzen, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Therapiekosten dafür nicht. Informieren Sie sich vor der Behandlung, mit welchem Betrag Sie rechnen müssen.



Maria Haas / Apotheken Umschau; 23.07.2009, aktualisiert am 13.10.2011
Bildnachweis: A1PIX/Phanie

Die Hautkrebs-Serie auf www.apotheken-umschau.de

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