"Schatzi, du hast so eine tolle Orangenhaut!" Stopp – hier hat sich ein grober Fehler eingeschlichen. Was Frauen hören wollen: "Du hast wirklichen eine wunderbare Pfirsichhaut!" Über die erste Variante wird sich kaum eine Dame freuen. Cellulite – im Volksmund "Orangenhaut" genannt – zählt in unserer Zeit leider nicht zu den Schönheitsidealen.
Das ist gemein und schwierig zu gleich. Erstens kann frau nichts für die Dellen. Zweitens leiden rund 90 Prozent der erwachsenen weiblichen Bevölkerung unter Cellulite. Grund ist die Beschaffenheit von Haut und Bildegewebe an Po und Oberschenkeln. Beide Schichten müssen für Schwangerschaften dehnbar sein.
Aus diesem Grund liegen Kollagenfasern, die die Unterhaut reißfest machen, bei Frauen parallel nebeneinander und sind nicht – wie bei den Männern – netzartig verwoben. Fettzellen zwängen sich leicht hindurch und zeigen sich als knubbelige Dellen auf der Oberhaut.
Völlig kampflos müssen wir uns dem unerwünschten Hautphänomen trotzdem nicht ergeben, wir zeigen Ihnen Strategien gegen Cellulite.
1. Regelmäßig Sport
Durch die Bewegung verdünnisieren sich die aufgeblähten Fettzellen und wir bauen stattdessen Muskeln auf. Außerdem trainieren wir so unseren Stoffwechsel, der Körper greift schneller auf Fettreserven zurück. Hinzu kommt: Eine gut trainierte Muskulatur lässt die darüber liegende Haut staffer wirken.
2. Nicht rauchen
Der Glimmstengel torpediert Anti-Cellulite-Pläne gleich doppelt. Nikotin schädigt die Kollagenstruktur des Bindegewebes und verengt auch noch die Blutgefäße.
3. Kein Alkohol
Alkohol hat in Punkto Organgenhaut die gleichen unerwünschten Nebeneffekte wie Nikotin.
4. Gesunde Ernährung
Ein ballaststoffreicher, fettarmer und ausgewogener Speiseplan leert die Fettdepots und glättet so die Oberschenkel.
5. Bloß keine Blitzdiäten
Wer im Turbogang abspeckt, kämpft danach mit schlaffer Haut und dem Jojo-Effekt. Das auf und ab auf der Waage fördert dann zusätzlich die Entstehung von Cellulite.
6. Die richtige Hautpflege
Das Angebot scheint unendlich, nun heißt es, die richtigen Produkte herauszufinden. Zu Koffein und Retinol gibt es evidenzbasierte Studien. Ebenfalls positive Effekte sollen Efeu, Kieselerde, Traubenkernöl und Gingko zeigen. Am besten Sie probieren ein wenig herum, jede Haut reagiert anders auf die Pflege.
7. Zupfmassagen
Massagen regen die Durchblutung der Haut an, auch das hilft uns im Kampf gegen die unerwünschten Dellen.
8. Einfach schön fühlen
Problemzonen haben die unangenehme Eigenschaft, dem Betroffenen das Gefühl zu geben, alle Welt würde nur auf diesen Körperpart schauen. Wer aufhört, sich wegen der paar winzigen Dellen am Po zu sorgen, wird bald merken, dass die anderen Menschen die vermeintliche Schwachstelle gar nicht wahrnehmen. Eine positive Ausstrahlung und ein gesundes Selbstwertgefühl überstahlen kleine Makel mit Leichtigkeit.
Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
28.06.2010
Bildnachweis: Thinkstock/Hemera
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