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Hashimoto-Thyreoiditis: Symptome

Oft bleibt die Hashimoto-Thyreoiditis lange unbemerkt. Sie kann unterschiedliche Symptome verursachen


Ist die Schilddrüse vergrößert? Manchmal lässt sich das ertasten

Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) liegt am Hals unterhalb des Kehlkopfes. Sie hat in etwa die Form eines Schmetterlings. Beim Schlucken ist sie meistens ganz gut zu tasten, denn dabei bewegt sie sich mit dem Kehlkopf auf und ab.

Bei der atrophen Form der Hashimoto-Thyreoiditis wird die Schilddrüse allmählich kleiner, bei der selteneren hypertrophen Form dagegen vergrößert sich das Organ. Ein Kropf (medizinisch: Struma) entsteht. Er kann tastbar oder sichtbar werden. Schluckbeschwerden oder ein Druck- und Engegefühl am Hals sind mögliche Symptome.

Oft macht die Schilddrüsenentzündung lange gar keine Beschwerden. Nicht selten wird sie bei einer ärztlichen Untersuchung zufällig entdeckt.


Symptome der Schilddrüsenüberfunktion

In manchen Fällen gibt die entzündete Schilddrüse zunächst immer wieder größere Mengen Schilddrüsenhormone ins Blut ab. Das kann die folgenden Symptome der Schilddrüsenüberfunktion verursachen:

•    Unruhe und Nervosität
•    Gewichtsverlust trotz gutem Appetit
•    Haarausfall
•    Durchfall
•    Herzklopfen
•    Schwitzen
•    Zittern
•    Den Betroffenen ist schnell zu warm
•    Bei Frauen: Zyklusstörungen

Symptome der Schilddrüsenunterfunktion

Im weiteren Verlauf der Erkrankung gelingt es der Schilddrüse immer weniger gut, den Körper mit ausreichend Schilddrüsenhormonen zu versorgen. Allmählich versiegt die Hormonproduktion völlig, Symptome der Unterfunktion stellen sich ein:

•    Antriebsarmut, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit
•    Gewichtszunahme trotz normaler Nahrungszufuhr
•    Trockenes, strohiges Haar, Haarausfall
•    Heiserkeit
•    Verstopfung
•    Niedriger Puls
•    Trockene Haut
•    Schwellungen im Gesicht (Augenlider), an Armen und Beinen
•    Die Betroffenen frieren schnell
•    Bei Frauen: Zyklusstörungen

Die Hashimoto-Thyreoiditis geht oft mit anderen Autoimmunkrankheiten einher, die ihrerseits Beschwerden verursachen können. Die Schilddrüsenkrankheit wird außerdem mit einem unerfüllten Kinderwunsch in Verbindung gebracht.




Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
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Schilddrüse

rechter Seitenlappen Isthmus Kehlkopf Luftröhre linker
Seitenlappen
Pyramidenlappen Pyramidenlappen Schildknorpel Isthmus Rechte Halsschlagader Innere rechte
Hals-/Drosselvene
Läppchen mit Follikeln

Das Schilddrüsengewebe wird durch Bindegewebshäutchen in unterschiedlich große Läppchen untergliedert. In diesen Bindegewebshäutchen verlaufen sehr viele Blutgefäße, um die starke Durchblutung der Drüse, die direkt aus der Halsschlagader mit sauerstoffreichem Blut versorgt wird, sicherzustellen. Das verbrauchte Blut wird unter anderem über die linke und rechte Hals- bzw. Drosselvene wieder abgeführt. Die Bildung und Speicherung der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) erfolgt in kleinen bläschenförmigen Follikeln.

Der Isthmus (gr. schmaler Zugang) verbindet die Seitenlappen miteinander. Nur bei etwa jedem fünften Menschen befindet sich hier noch ein weiterer Lappen, der nach oben zum Schildknorpel zieht und als Pyramidenlappen bezeichnet wird.

In den Läppchen der Schilddrüse liegen die hormonproduzierenden Zellen. Den Hauptteil des Schilddrüsengewebes bilden so genannte Follikel, ungleichmäßig gestaltete Bläschen, die die beiden jodhaltigen Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin bilden und speichern. Das Hormon Kalzitonin wird dagegen von C-Zellen gebildet, die eingestreut zwischen den Follikeln liegen. Es reguliert zusammen mit anderen Hormonen den Kalziumhaushalt des Körpers mit dem Ziel, den Kalziumspiegel im Gewebe konstant zu halten: Bei Bedarf wird Kalzium vermehrt in den Knochen eingebaut und damit der Kalziumspiegel im Blut gesenkt oder über die Niere vermehrt ausgeschieden. Gegenspieler des Kalzitonins ist das Parathormon aus den Nebenschilddrüsen, das Kalzium aus den Knochen freisetzt und dadurch den Kalziumspiegel im Blut erhöht.

www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 14.07.2014, erstellt am 13.09.2005
Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY

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