Wenn wir zupacken, treten mehrere Sehnen in Aktion. Diese werden von den Muskeln in den Unterarm gezogen: Neun Beugesehnen der Finger (1) und der Medianus-Nerv (2) bündeln sich im Karpaltunnel (4). Dieser wird außen von einem stabilen Bindegewebsband (3) begrenzt
Arthrose entsteht, wenn Knochen und Knorpel sich mit den Jahren abnutzen und entzünden. Schmerzmittel und Entzündungshemmer zum Einnehmen oder zur äußerlichen Anwendung lindern die Beschwerden. Kälte- oder Wärmekompressen helfen bei Bewegungsübungen, die der Arzt zeigen muss.
Eine verdickte und verkürzte Bindegewebsplatte in der Handfläche verursacht die Beschwerden: Die Finger krümmen sich immer nach innen und behindern die Hand. Auch wenn es Alternativen gibt, müssen sich die meisten Betroffenen irgendwann operieren lassen. Vorsichtig präpariert der Chirurg die Bindegewebsstränge aus der Hand heraus. Er muss dabei darauf achten, keine Nerven und Blutgefäße zu verletzen. Das ist zuweilen schwierig, weil sie sich manchmal wie Korkenzieher um den Strang winden. Die Veranlagung, eine Dupuytren-Kontraktur zu entwickeln, wird vererbt.
Sehnen, Blutgefäße und der Medianus-Nerv (gelb) laufen durch einen engen Tunnel an der Handwurzel in die Finger. Manchmal gerät der Nerv unter Druck und verursacht ein Kribbeln, Taubheit und Schmerzen. Es gibt verschiedene Therapien. Mehr lesen Sie im Ratgeber Karpaltunnelsyndrom.
Jeder Knochen kann brechen (Beispiele in Blau in der Grafik). Man unterscheidet zwischen einfachen Brüchen (1) und Trümmerbrüchen (2). Bei Stürzen auf die Hand bricht oft die Speiche (3) am Handgelenk. Dieser Knochen gehört zum Unterarm.
Über die Handinnenfläche verlaufen die Beugesehnen, über den Handrücken die Strecksehnen. Letztere reißen oft am Fingerendglied, etwa durch den Anprall eines Balls. Dann reicht es fast immer, den Finger eine Zeit lang ruhig zu stellen. Doch meistens werden gerissene Sehnen wieder zusammengenäht. Sind Beugesehnen am Handgelenk durchtrennt (siehe Grafik), trifft es oft auch die Blutgefäße. Diese müssen sofort wieder verbunden werden, Nerven und Sehnen spätestens nach zwei Wochen.
Dr. Achim G. Schneider / Apotheken Umschau;
01.03.2010, aktualisiert am 07.05.2012
Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr, W&B/Martina Ibelherr, Jörg Neisel, W&B/Jörg Neisel, W&B/Szczesny, bearb. Jörg Neisel
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