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So bringen Sie Ihre Haare in Bestform

Föhnluft, Gel, Bürstenstriche oder Spray: Wir muten unseren Haaren viel zu. So bleiben sie trotzdem gesund


Tolles Haar ist ein echter Hingucker

Das Geheimnis des Israelitenführers Samson war sein langes Haar, das er niemals kürzte. Es verlieh ihm übermenschliche Kräfte. Nur leider verriet er dies seiner Geliebten Delilah, die eines Nachts das Haar abschnitt. Seiner Stärke beraubt, wurde Samson von seinen Feinden gefangen genommen. So berichtet die Bibel vom Haar als Symbol für Kraft, Gesundheit und Fruchtbarkeit.

Egal ob Lockenkopf, blonde Zöpfe oder braune Mähne: Unser Haar soll glänzen, dick und gesund erscheinen, keine grauen Strähnchen zeigen und auch keine gespaltenen Spitzen. So bringen Sie Ihre Haare in Bestform.


So bringen Sie Ihre Haare in Bestform

  • Frau mit langem fülligen Haar

    Mehr Volumen

    Mittlerweile versprechen eine ganze Reihe von Haarpflegeprodukten mehr Fülle – Shampoos ebenso wie Stylingschaum oder Kosmetika auf pflanzlicher Basis, zum Beispiel Schafgarbe oder Johannisbrot-Extrakt. Doch deren Wirkung hält höchstens bis zur nächsten Wäsche. Etwa zwei bis drei Wochen dagegen schenkt ein Schnitt mehr Volumen, bei dem ein Teil der Haare so kurz geschnitten wird, dass sich die längeren Haare aufrichten.

    „Echte Erfolge bringt aber nur eine Welle“, sagt Franz-Josef Küveler, Art Director des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks. Die früher verpönte Dauerwelle enthalte längst nur noch sanfte Chemikalien, welche die Haare nicht zerstören. Wer dennoch lieber selbst Locken formt, sollte Strähne für Strähne über eine Rundbürste föhnen. Tipp: Arbeiten Sie mit zwei Bürsten. So können Sie immer eine davon im Haar auskühlen lassen.

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  • Weniger Spliss

    Gespaltene Haarspitzen haben meist mechanische Ursachen – etwa das Schlafen auf Kunstfaserkissen oder das Reiben an der Kleidung. Flechten Sie lange Haare abends zu einem Zopf, und stecken Sie sie öfter einmal hoch oder binden sie zusammen, wenn sie sonst auf den Schultern aufliegen würden. Vorbeugend lassen sich die Haare mit reichhaltigen Spülungen oder Kuren behandeln.

    Spezielle Produkte sind auf die Bedürfnisse von Längen und Spitzen der Haare zugeschnitten und sollten nur dort einmassiert werden. Haben sich die Haare erst einmal gespalten, hilft nur noch der Spliss-Schnitt. „Der Friseur zwirbelt dabei Strähne für Strähne zusammen, und alles, was übersteht, wird abgeschnitten“, erläutert Franz-Josef Küveler. Meist sei es notwendig, die Prozedur nach etwa zehn Tagen zu wiederholen.

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  • Glänzende Haare

    Mehr Glanz

    So manches alte Hausmittel, etwa Spülungen mit Bier, würde Küveler nicht mehr empfehlen. „Hundert Bürstenstriche am Tag dagegen verhelfen tatsächlich zu glänzendem Haar“, sagt der Experte. Dadurch werde der Talg von der Kopfhaut verteilt. Wer allerdings zu einem fettigen Haaransatz neigt, verzichtet besser auf diese Methode, denn sie regt die Talgdrüsen zu noch größerer Aktivität an.

    Generell rät Küveler zu einer Haarkur ein- bis zweimal im Monat – und für einen glänzenden Auftritt bei besonderen Gelegenheiten zu einem Glätteisen: „Damit schließe ich die Schuppenschicht der Haare.“ Um mit dem heißen Eisen keinen Schaden anzurichten, müssen die Haare ganz trocken sein. Außerdem sollten Sie vorher ein Hitzeschutz-Spray auftragen. Als Abschluss eignet sich ein Glanzspray für das Styling.

    Ausprobieren sollte man es vor allem bei lockigem Haar, das durch die ungleichmäßige Reflexion des Lichts oft matter wirkt als glattes. Im Sommer kann ein Strandurlaub den Haaren ihren gesunden Glanz rauben, wenn die Kombination aus Sonne und Salzwasser sie austrocknet. Daher sollten Sie nach jedem Sprung in das Meer die Haare gründlich ausspülen und jeden Abend waschen.

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  • Junge Frau flechtet ihre Haare zu einem Zopf

    Schöne Farbe

    „Grundsätzlich sind Farben und Colorationen heute so gut, dass sie eigentlich die Haare nicht schädigen“, sagt Küveler. Aber es gibt Ausnahmen. Schwierig seien etwa Veränderungen von dunklem zu hellerem Haar: „Bei einer Blondierung muss ich alle Farbpigmente zerstören.“ Das trocknet das Haar aus. Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Spülungen und Kuren sind dann besonders wichtig. Spezielle Pflege – etwa sogenannte Farbreflex-Shampoos – fangen mit zum jeweiligen Haarton passenden Pigmenten zudem Farbverluste auf und lassen die Haare wie frisch getönt leuchten.

    Und wer statt zu färben lieber zu seinen weißen Strähnen steht, kann mit speziellen Grau-Shampoos einem Gelbstich vorbeugen. Egal ob Sie graue Haare überdecken wollen oder eine Abwechslung zu Ihrer natürlichen Haarfarbe suchen: Denken Sie immer daran, den Ansatz rechtzeitig nachzufärben – andernfalls sieht die Frisur schnell ungepflegt aus.

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  • Frau föhnt sich ihre langen Haare

    Schonendes Styling

    Hier kommt es in erster Linie auf die richtigen Utensilien an. Küveler empfiehlt etwa Bürsten mit abgerundeten Naturborsten. Generell gilt: Wenn Sie mit der Bürste oder dem Kamm über Ihren Handrücken streichen, sollte nichts kratzen. Feuchtes Haar darf allenfalls mit einem grobzinkigen Kamm gebürstet werden, denn es ist sehr empfindlich.

    Auch wer die Frisur mit Klemmen, Nadeln oder Gummis zähmt, sollte dabei scharfe Kanten meiden. Achten Sie zum Beispiel bei Haargummis auf weiches, elastisches Material ohne Metallschließe. Stylingprodukte aller Art schaden den Haaren nicht – im Gegenteil: Viele von ihnen enthalten heute pflegende Inhaltsstoffe. Abends sollten Sie sie aber immer gründlich ausbürsten.

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Annett Zündorf / Apotheken Umschau; 14.10.2011
Bildnachweis: Jahreszeiten-Verlag/Tim Tarquin, Jahreszeiten-Verlag/Lars Pillmann, Getty Images/Tetra Images, Getty Images/Stockbyte, Thinkstock/Hemera

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