Zupfen, rasieren, wachsen – störende Körperhaare lassen sich auf unterschiedliche Weise entfernen. Laut einer Studie der Universität Leipzig folgen bereits 82 Prozent der 18- bis 25-Jährigen diesem Trend und trennen sich vor allem von den Haaren unter den Achseln und im Genitalbereich.
„Darunter sind auch immer mehr Männer“, sagt Studienleiter Professor Elmar Brähler. Es entspreche dem Schönheitsideal und bedeute zudem mehr Hygiene, erklären die meisten „Enthaarungs-Fans“ auf die Frage nach den Gründen. Auch mehr Spaß am Sex versprechen sich einige.
Darüber hinaus scheint es eine Frage des Alters zu sein: Bei den über 60-Jährigen lassen nur 20 Prozent der Frauen und neun Prozent der Männer freiwillig Haare.
Vorsicht vor Hautreizungen
Enthaart wird zu Hause, in professionellen Studios oder beim Dermatologen – per Lasertechnik. „Die Lichtenergie des Lasers zerstört die Haarwurzel“, erklärt der Münchner Hautarzt Dr. Harald Bresser. Die Behandlung wirkt lange, aber nicht anhaltend. „Der Körper kann neue Haarwurzeln bilden, das lässt sich nicht verhindern.“
Lasern ghört zu den Epilationsmethoden: Dabei wird entweder die Wurzel zerstört oder das ganze Haar heraus gerissen (Wachsen, Zupfen, elektrische Epiliergeräte). Bei der Depilation da gegen wird nur der sichtbare Teil des Haars entfernt. Das geschieht durch Rasieren oder mittels spezieller Cremes.
Recht häufig sehe er in seiner Praxis Patienten, die auf Epilieren mit Hautreizungen reagieren, sagt Bresser. Auch Kontaktallergien auf Inhaltsstoffe von Wachsmischungen oder Enthaarungscremes können entstehen. Bei Immunschwäche, Diabetes, bakteriellen oder viralen Infektionen rät Bresser von der Haarentfernung ab.
Er betont außerdem: „Bis auf die Rasur machen alle Maßnahmen die Haut sehr sonnenempfindlich.“ Dann sollte man sich zusätzlich schützen und die Sonne für einige Tage meiden.
Nadja Katzenberger / Apotheken Umschau;
23.07.2010
Bildnachweis: W&B/Forster & Martin
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