Ein akut einsetzender, diffuser, also den ganzen Kopf betreffender Haarausfall mit Verlust von täglich über 100 Haaren sollte zu einem Besuch beim Hautarzt veranlassen – auch wenn augenscheinlich keine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt. Mit einem Trichogramm (Haarwurzelanalyse) und einer anschließenden Blutabnahme lassen sich meist Ursachen finden, die dann auch behandelt werden können. So könnte zum Beispiel Eisenmangel, eine Schilddrüsenerkrankung, eine bisher unerkannte chronische Infektion als Ursache in Frage kommen. Wenn die Haare sehr stark, also „büschelweise“ ausgehen, kann auch eine diffuse Variante des kreisrunden Haarausfalls (sogenannte Alopecia areata) die Ursache sein.
Langsam lichter werdendes Haar und ein breiter werdender Scheitel können erste Zeichen von erblich bedingtem Haarausfall (sogenannte androgenetische Alopezie) sein. Bei Frauen helfen in diesem Fall örtlich anzuwendende Haartinkturen, die den Wirkstoff Minoxidil oder Östrogene enthalten.
Dr. med. Natalie Garcia Bartels
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
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03.05.2007, aktualisiert am 27.07.2011
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