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Die richtigen Pflegetipps für graues Haar

Wenn sich in die Naturfarbe weiße Härchen schleichen, stellt sich die Frage: Dazu stehen oder färben?


Graues Haar - starke Wirkung

Bei Männern gelten graue Schläfen häufig als attraktiv. Selbst in der dem Jugendkult frönenden Filmwelt fällt es ihnen deshalb leicht, ihre verblassende Naturhaarfarbe zu präsentieren. Richard Gere und Harrison Ford tun es, ebenso Alec Baldwin und sogar George Clooney.

Frauen dagegen greifen oft sofort zum Farbtopf, sobald sich nur ein einziges farbloses Haar auf ihrem Kopf zeigt. Den Beweis fürs Älterwerden wollen viele von ihnen nicht offen zur Schau tragen. Mehr und mehr Frauen stehen aber auch zu ihren grauen Strähnen, sogar auf den roten Teppichen Hollywoods: Diane Keaton und Judi Dench tun es, ebenso Jamie Lee Curtis und Helen Mirren.


Das Problem

An den Schläfen fällt es oft zuerst auf: Zwischen die farbigen Haare mischen sich weißliche. Sie lassen die Naturfarbe verwaschen aussehen und später grau. Haben alle Haare die Farbe verloren, ist der ganze Schopf weiß. Oft verblasst die Naturfarbe bereits bei Menschen Ende 20.

Das Blond wird mausig, rote und braune Schöpfe verlieren an Strahlkraft und Tiefe. „Bis Ende 50 sind häufig 80 Prozent der Haare weiß“, erklärt Haarspezialistin Mahnaz Hagen-Frerichs aus Hamburg. Typischerweise geht mit der Farbe auch der Glanz dahin. „Graue Haare erlebe ich meist als sehr trocken, spröde und matt“, sagt die Friseurin.

Die Ursache

Haare ergrauen, wenn immer mehr pigmentbildende Zellen (Melanozyten) ihre Arbeit einstellen und ihre Zahl zudem schrumpft. Dabei spielen nicht nur das Alter und die Gene eine Rolle. Untersuchungen an der Universität von Kanazawa (Japan) haben gezeigt, dass unter anderem auch UV-Licht die Haare schneller grau werden lässt. Zu den fehlenden Pigmenten kommen weitere Alterserscheinungen der Haare.

„Vergleichen Sie es mit Ihrem Gesicht, das mit der Zeit auch immer mehr Falten bekommt“, sagt Hagen-Frerichs. Auf die Kopfhaut übertragen heißt das: Alle Vorgänge in den haarbildenden Zellen laufen langsamer und holpriger ab. Die schützende Schuppenschicht wird dünner. Das Haar wächst unregelmäßig, steht manchmal störrisch ab und verliert seinen Glanz.


Von Braun zu Grau - das passiert:

Verantwortlich für die individuelle Haarfarbe ist das Melanin, das in speziellen Zellen (Melanozyten) gebildet wird. Diese wandeln Aminosäuren in Pigmente um, die Haare rot, braun, blond oder schwarz färben. Mit dem Alter bildet der Körper aber immer weniger der für diesen Vorgang wichtigen Aminosäure Tyrosin. Die Melanozyten arbeiten deshalb schlechter oder gar nicht mehr.



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Ulrike Kleiner, Apotheken Umschau; 22.12.2010
Bildnachweis: W&B/Zacharias, Banana Stock/RYF

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