Beim Glaukom, auch grüner Star genannt, ist der Sehnerv geschädigt. Unbehandelt kann die Augenkrankheit zur Erblindung führen. Durch rechtzeitige Diagnostik und Therapie lässt sich das verhindern
Tonometrie (Messung des Augeninnendrucks) und Kontrolle des Sehnervs stehen im Mittelpunkt der Glaukom-Früherkennung
Überblick
Der Begriff "Glaukom" bezeichnet eine Gruppe verschiedener Augenerkrankungen, die unbehandelt den Sehnerv schädigen und zur Erblindung führen. Der Sehnerv leitet die Lichtimpulse von der Augennetzhaut an das Gehirn weiter, wo sie zu optischen Sinneseindrücken werden.
Die mit Abstand häufigste Ursache eines Glaukoms ist ein erhöhter Augeninnendruck. Es gibt allerdings auch Normal- oder Niederdruckglaukome. Hier sind Schäden am Sehnerv eingetreten, obwohl der Druck noch im statistisch definierten Normalbereich liegt (10 bis 21 mmHg).
Risikofaktoren sind unter anderem Glaukome in der Verwandtschaft und starke Kurzsichtigkeit.
Da sich ein grüner Star meist schleichend entwickelt und lange Zeit ohne Symptome bleibt, können nur regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen und rechtzeitige Behandlung Schaden abwenden. Der Augenarzt kann bei der Spiegelung des Augenhintergrunds durch die Pupille hindurch den Sehnervenkopf beurteilen. Außerdem kann er das Gesichtsfeld überprüfen.
Zur Therapie gibt es gut wirksame Medikamente in Form von Augentropfen: Wenn sie regelmäßig und nach Verordnung angewendet werden, können sie den Augendruck senken und die Glaukomentwicklung meist aufhalten. Manchmal ist jedoch auch ein Eingriff mit dem Laser oder eine Augenoperation erforderlich. Ein Glaukomanfall – Anzeichen sind vor allem starke Augen- und Kopfschmerzen sowie beeinträchtigtes Sehvermögen – ist wegen akuter Erblindungsgefahr immer eine Notlage, die umgehend in die Hand des Augenarztes gehört.
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13.09.2005, aktualisiert am 13.04.2010
W&B/Achim Graf
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