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Sommergrippe? Das hilft!

Kratzen und Schmerzen im Hals, laufende oder verstopfte Nase, dazu leichtes Fieber – dies sind Anzeichen eines grippalen Infekts


Hatschi! Was uns schon im Winter eine Last ist, kann uns auch im Sommer kalt erwischen: die Grippe

Ursache

 

„Der Auslöser einer Sommergrippe ist immer ein Virus“, erklärt Dr. Michael Kulas, Hausarzt im saarländischen Wallerfangen. Die Ursache hingegen sei eine Schwächung der körpereigenen Immunabwehr, die durch die eine oder andere Form von Stress ausgelöst wird. „Zu langes Sonnenbaden beispielsweise bedeutet eine starke Belastung für die Haut; Baden in zu kaltem Wasser stresst den gesamten Körper.“

 


Symptome

 

Die Sommergrippe wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. „Meist gelangt das Virus über die Nasen-, Mund- oder Halsschleimhaut in den Körper“, sagt Dr. Michael Kulas. Dort macht sich die Erkrankung von Patient zu Patient unterschiedlich bemerkbar – zunächst mit einem Kratzen im Hals oder Halsschmerzen, einer laufenden oder verstopften Nase. „Die damit ausgelöste Kettenreaktion lässt sich nicht mehr stoppen“, weiß der Mediziner. Aber die Symptome kann man abmildern. „Normalerweise ist das Schlimmste nach drei, vier Tagen vorbei.“


Diagnose

 

„Wenn ein Patient mit laufender Nase in die Praxis kommt, untersuche ich ihn sehr genau“, sagt Michael Kulas. Der Grund: Manchmal handelt es sich nicht um eine simple Sommergrippe, sondern um eine behandlungsbedürftige Nebenhöhlenentzündung, eine Sinusitis. Das Sekret ist dann nicht klar, sondern grünlich gelb. Halsschmerzen können bis in die Ohren ausstrahlen. Treten diese Schmerzen nur auf einer Seite auf, steckt möglicherweise eine Otitis, eine Ohrentzündung, dahinter. Auch sie muss behandelt werden.

 

Behandlung

 

„Gegen eine Sommergrippe mit antiviralen Mitteln vorzugehen wäre reichlich übertrieben“, erklärt Allgemeinmediziner Kulas. Die Atemwege lassen sich sanft beruhigen durch Inhalationen mit Kamilledampf oder Brustsalben mit ätherischen Ölen von Eukalyptus, Fichtennadel oder Pfefferminze. Lutschtabletten oder Sprays mit leicht betäubenden und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen lindern Halsschmerzen. Abschwellende Mittel machen die Nase frei. Bei sehr hartnäckigem Hustenreiz hilft ein schleimlösendes Medikament aus der Apotheke. Dort berät man Sie auch gern, wie Sie mit pflanzlichen Mitteln vorbeugend Ihr Immunsystem unterstützen.


Komplikation

 

Manchmal läuft eine Sommergrippe aus dem Ruder. „Wenn nach zwei, drei Tagen noch Fieber von über 38 Grad mit steigender Tendenz hinzukommt, besteht die Gefahr einer Superinfektion“, warnt Allgemeinmediziner Kulas. Dabei handelt es sich um einen bakteriellen Infekt, der zum „normalen“ Virusinfekt hinzukommt. Der Arzt muss dann in einer Untersuchung feststellen, ob es sich um eine tatsächliche Ausweitung der Erkrankung handelt oder nur um eine unproblematische Reaktion des Körpers.

 



www.apotheken-umschau.de; 06.07.2010, aktualisiert am 03.05.2011
Bildnachweis: Jump Fotoagentur/Reinke Productions

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