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Grippe (Influenza)
Therapie

Antivirale Medikamente, wie Neuraminidase-Hemmer, können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, wenn sie relativ rasch nach dem Auftreten der ersten Symptome angewendet werden


Skizze: So wirken Neuraminidase-Hemmer (um die Grafik ganz zu sehen, klicken Sie bitte auf die Lupe!)

Körperliche Schonung und Bettruhe sind bei der Behandlung der Influenza wichtig, damit die Grippe schnell ausheilt.

Die übrigen Maßnahmen richten sich nach den vorherrschenden Symptomen: Inhalieren kann zum Beispiel bei Husten und einer laufenden Nase sinnvoll sein. Glieder- und Kopfschmerzen lassen sich mit Schmerzmitteln lindern. Bei Kindern unter 14 Jahren sollten diese Medikamente jedoch auf keinen Fall Acetylsalicylsäure enthalten. Bei einem bestehenden Infekt drohen den Kleinen sonst gefährliche Leber- und Gehirnschäden (sogenanntes Reye-Syndrom). Wer fiebert und schwitzt sollte außerdem darauf achten, die verlorene Flüssigkeitsmenge durch ausreichendes Trinken wieder aufzunehmen. Mit diesen allgemeinen Maßnahmen ist eine Infektion bei unkompliziertem Verlauf nach wenigen Tagen überstanden


Zur gezielten Behandlung der Grippe stehen antivirale – also gegen Viren wirkende – Stoffe zur Verfügung: Oseltamivir und Zanamivir hemmen die Neuraminidase, eines der Oberflächenmoleküle des Virus. Neuraminidase spielt unter anderem eine wichtige Rolle bei der Freisetzung der Viren von einer infizierten Zelle. Amantadin, ein älteres und oft schlechter vertragenes Medikament, verhindert, dass das Virus in den Kern der befallenen Zelle vordringt und dort sein Erbgut vermehrt. Allerdings sind heute bereits viele Influenzaviren resistent gegen Amantadin.

Alle antiviralen Medikamente sollten bereits innerhalb von 48 Stunden nach Krankheitsbeginn eingenommen beziehungsweise angewandt werden. Denn sie verhindern die Vermehrung der Viren und wirken daher am besten, wenn deren Ausbreitung im Körper noch nicht weit fortgeschritten ist. Rechtzeitig verabreicht können sie die Dauer der Krankheit verkürzen, die Schwere vermindern und die Wahrscheinlichkeit einer bakteriellen Folgeinfektion verringern.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 12.01.2011
Bildnachweis: Illustration: W&B/Ulrike Möhle

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