Oft realisiert man gar nicht, dass man eine Grippe hat: In 80 Prozent der Fälle verläuft die Infektion mit Influenza unbemerkt oder nur als leichte Erkältungskrankheit. Jährlich sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 10 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung betroffen, aber die Mehrheit davon bekommt das eigentlich nicht mit.
Bei den übrigen 20 Prozent der Infizierten kommt es zu einem schwereren Verlauf. Die Symptome treten hier meist plötzlich auf. Der Infekt beginnt mit Frösteln und starkem Krankheitsgefühl. Dazu kann Fieber bis zu 40 Grad kommen; Halsschmerzen, trockener Husten, tränende Augen, eine rinnende Nase, Übelkeit, Kopf- und Gliederschmerzen sind ebenfalls möglich.
Die Grippe macht uns auch anfälliger gegenüber Bakterien. Ist das Immunsystem durch den Virus-Infekt geschwächt, haben andere Krankheitserreger ein leichtes Spiel. Die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza gehen nicht auf den Virus selbst zurück, sondern auf bakterielle Infektionen, die sich zu einer Grippeerkrankung hinzugesellt haben (sogenannte Sekundärinfektionen).
Bei diesen bakteriellen Erkrankungen kann es sich unter anderem um Lungen-, Ohren- oder Herzmuskelentzündungen handeln. Sie können jeweils unterschiedliche Symptome hervorrufen und sollten umgehend behandelt werden.
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13.09.2005, aktualisiert am 12.01.2011
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