Der graue Star geht meist nicht spurlos am Auge vorüber: Er beeinträchtigt das Sehen mehr oder weniger schnell. Oft trifft er auch auf einen schon länger bestehenden, bekannten Sehfehler, oder es liegt – einfach altersbedingt – gleichzeitig ein anderes Augenleiden vor, das bereits vom Augenarzt kontrolliert wird.
Während der graue Star insofern noch relativ "komfortabel" ist, als man den Behandlungszeitpunkt an der persönlichen Toleranzgrenze ausrichten kann, gibt es andere Augenprobleme, bei denen die frühestmögliche Diagnose und Behandlung über den Erhalt des Augenlichtes entscheidet. Dazu gehören das Glaukom, also der grüne Star, Gefäßerkrankungen der Netzhaut und eine spezielle Form der Makuladegeneration, bei der es zu einem raschen Verlust von Sehzellen in der Netzhautmitte, an der Stelle schärfsten Sehens, kommt. Und deshalb ist Vorsorge auch beim Auge das einzig Richtige!
Generell wird empfohlen, ab 40 Jahren regelmäßig zum Augenarzt zu gehen. Insbesondere der Augeninnendruck sollte ab 40 Jahren normalerweise alle ein bis höchstens zwei Jahre kontrolliert werden, auch wenn die Krankenkassen diese Untersuchung als Vorsorgeleistung nicht bezahlen.
Bei dieser Gelegenheit wird der Augenarzt routinemäßig auch einen Sehtest sowie eine Spaltlampenuntersuchung durchführen, bei der er die Augenlinse buchstäblich unter die Lupe nimmt. Stellt er eine Linsentrübung fest, werden anschließend die Netzhaut und der Sehnerv untersucht. Eventuell kommen noch eine Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie) oder, je nach Situation und Befunden, weitere diagnostische Maßnahmen hinzu.
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29.08.2005, aktualisiert am 02.12.2010
Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr, W&B/Ulrike Möhle
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