Die Spaltlampe liefert ein bis zu 25-fach vergrößertes, mikroskopisches Bild der vorderen Augenabschnitte einschließlich Linse
Die Untersuchung mit dem Spaltlampenmikroskop ist die zentrale Methode zur Untersuchung der Augenlinse. Im Alltag wird das Gerät, das eine sechs- bis vierzigfach vergrößerte Darstellung der vorderen Abschnitte des Auges ermöglicht, vereinfachend oftmals nur Spaltlampe genannt.
Auch die Hornhaut und ihre Rückfläche nebst Vorderkammer des Auges (siehe Kapitel "Anatomie") kann der Arzt dabei hervorragend "durchleuchten" und mit Fotos dokumentieren, anteilig auch den Glaskörper. Zur Untersuchung des Glaskörpers, der Netzhaut und des Sehnervs wird die Pupille durch ein kurz wirkendes Medikament in Tropfenform erweitert.
Der Patient sitzt bei der Untersuchung vor dem Gerät, Kinn und Stirn werden gestützt und dann die Geräteoptik vom Augenarzt in Position gebracht.
Die Hornhaut ist eine transparente Schicht, die das einfallende Licht wie eine "starre Linse" bricht. Sie ist der eigentlichen elastischen Augenlinse vorgeschaltet. Störungen des Sehens können also schon in der Hornhaut ihren Ursprung haben, etwa in unregelmäßigen Krümmungen der Oberfläche wie bei Astigmatismus oder Funktionsstörungen der obersten Zellschicht (Epithel). Um solche Veränderungen genauer zu orten, gibt es spezielle Untersuchungen, etwa eine computergestützte Abbildung der Hormhautoberfläche (Videokeratoskopie), ferner eine Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie) oder die Ermittlung der Endothelzelldichte. Das Endothel ist die zur Vorderkammer hin liegende, innere Grenzschicht der Hornhaut. Diese Zellschicht spielt eine wichtige Rolle bei der Ernährung und beim Stoffwechsel der Hornhaut – Aufgaben, die bei anderen Geweben an eine Versorgung mit Blutgefäßen gebunden sind. Die glasklare, transparente Hornhaut ist jedoch gefäßfrei. Die Endothelzellen tragen maßgeblich zur Aufrechterhaltung der Transparenz bei.
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29.08.2005, aktualisiert am 02.12.2010
Bildnachweis: Banana Stock/ RYF
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